TYPO3 und Shopware: So lässt man Hybris alt aussehen

typo3 und shopwareWie ja hinlänglich bekannt ist, arbeiten wir permanent an der Möglichkeit E-Commerce und Content auch in technischer Hinsicht optimal zusammenzubringen. Das machen wir mittels einer Middleware namens ShopFusion. Mit ShopFusion ist es möglich beliebige Shopsysteme mit TYPO3 zu verbinden. Als Referenzimplementierung gibt es eine Anbindung an Magento und Oxid. TYPO3 und Shopware ist in Planung.

Mir ist aufgefallen, dass manchem gar nicht auffällt, welche Möglichkeiten in der Verbindung von Web-CMS und Shop stecken. Deshalb habe ich mir für den heutigen Post ein kleines Beispiel ausgedacht.

Die fähigen Kollegen von Netresearch haben eine Extension geschrieben, mit der TYPO3-Inhalte kontextbezogen ausgegeben werden können (genaueres findet man im Blog). Dazu gehört auch die Möglichkeit, Inhalte in Abhängigkeit von dem jeweiligen Endgerät des Nutzers auszugeben. Die Extension

 arbeitet mit der WURFL-Datenbank, welche Informationen über die Eigenschaften von derzeit über 4300 mobilen Endgeräten enthält. Neben einem Modul für den Import dieser Datenbank sowie zum Testen von User-Agent-Abfragen stellt contexts_wurfl den Kontext-Typ Device properties bereit, mit dem sich Kriterien für Geräteeigenschaften festlegen lassen.

So lassen sich alle mobilen Endgeräte oder nur kabellose Geräte, Tablets, Smart Phones oder SmartTVs erkennen und Bildschirmauflösungen, Hersteller und Browser eingrenzen.“. (Netresearch-Blog).

Wenn man nun TYPO3 und Shopware (von mir aus auch Magento oder Oxid) verbindet und besagte Extension verwendet, schafft man sich ein System mit dem echtes responsive Web möglich ist. Denn „responsive“ heisst ja nicht nur, dass das Layout sich anpasst, sondern der Content selbst muss auch „responsive“ sein. Man spricht hier dann von „adaptive Content“. Dieser wird in Abhängigkeit vom Endgerät des Nutzers ausgeben.

Das setzt zwar idealerweise voraus, dass man sich im Vorfeld Gedanken über die Verwaltung und vor allem Strukturierung seines Content macht (Stichwort: Enterprise Content Strategy), würde aber „Out-of-the-box“ Möglichkeiten bieten, die selbst teure Enterprise-Systeme wie Hybris nicht bieten, nämlich echtes „Responsivität“ (uuuaaahh, was für ein Wort) in Design und Content.

Und das ist jetzt nur eine von zig Möglichkeiten. Ich überlege gerade, ob man daraus ein Standardprodukt machen kann … hmmm …. ich hole mir mal einen Kaffee …

Bildnachweis:
flickr.com: format digital, Creative Commons: BY-SA

P.S.: Da wir ja seit kurzem Shopware-Partner sind, ist für uns das Thema TYPO3 und Shopware natürlich besonders interessant.

2 Responses to TYPO3 und Shopware: So lässt man Hybris alt aussehen
  1. Gollaz Antworten

    Schöner Artikel. Ist immer gut da Ruck Zuck auf den neusten Stand gebracht zu werden. Wie sieht es mit einem Vergleich mit WordPress aus? (Stichwort: Woo Commerce?) …. würd mich wirklich interessieren..

  2. Thore-Bjørn Haugen Antworten

    Hallo Butsch,

    bei der aufgezeigten Vorgehensweise kontextabhängiger bzw. dynamischer HTML-Ausgaben sollte man eventuell noch die Verwendung des Vary HTTP Headers beachten, wobei diese Variante von Google auch erst nach dem reinen responsiven Ansatz empfohlen wird (mit den allseits bekannten Problemen). Nicht zuletzt können dabei potentielle Caching-Probleme auftreten (s. URL: https://developers.google.com/webmasters/smartphone-sites/details). Auch wird damit endgültig das Gerücht widerlegt, dass Google kein CSS interpretieren kann und standardmäßig durch die robots.txt blockiert werden sollte – das aber nur am Rande.

    Beste Grüße,
    Thore

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