Kleine Content Katastrophen

Kleine Content Katastrophen

Das klassische SEM kann einem zuweilen gehörig auf den Zeiger gehen, oder – je nach Betrachtungswinkel – auch viel Freude bereiten.

Wenn man mittels einer internen Google-Suchmaschine auf einer Webseite, die ich hier nicht nenne, eine Suche startet, erhält man im Kopf der Ergebnisliste entsprechende Ad-Sense anzeigen.

Die cleveren Suchmaschinen Marketer nehmen vermutlich jedes verfügbare Keyword und packen das als Platzhalter in ihre Ad-Sense Anzeigen, in der Hoffnung, jemand möge klicken. Das ist zwar vollkommener Blödsinn, denn so erhält man vielleicht Klicks, aber keine Conversion, hindert aber niemanden daran es zu tun.

Auf besagter Seite suchte ich nach dem Stichwort „Faszien“.

„Faszien“ ist das Bindegewebe, das im menschlichen Körper Knochen, Muskeln und Organe verbindet und zusammenhält.

Und was zeigen mir die Ad-Sense Anzeigen?

restpostenDa verkaufen welche Restposten an Faszien. Ist das jetzt illegaler Organhandel, oder was?

Herr Staatsanwalt, übernehmen Sie …

 

Kleine Content Katastrophen

Und heute wieder aus der Reihe „Kleine Content Katastrophen“ ein Beispiel für eine Freud’sche Fehlleistung.

Da versucht jemand eine Web-Agentur zu verkaufen. Im Ausschreibungstext steht:

bereut

Wer weiß, welche Troublemaker-Kunden die Agentur hat. Und die Inhaber haben einfach keinen Bock mehr darauf. Ach, wenn das Unterbewusstsein doch nicht immer solche Streiche spielen würde…

Siggi, übernehmen Sie!

Kleine Content Katastrophen

Die heutige Minimalkatastrophe habe ich dem Etailment-Newsletter entnommen.Bildschirmfoto 2015-05-18 um 09.35.34

Ja, cool. Aber welche Firma hat hier jetzt was inseriert? Handlungsaufforderung? Link?

Hier wurde mal ausnahmsweise 100% der Werbebudgets  zum Fenster rausgeschmissen – fragt sich nur welche 100% …

 

Kleine Content Katastrophen

Beim Versand von XING-News hatte wohl jemand zu früh auf „Absenden“ geklickt:

Teilen Sie uns bitte Ihre Meinung mit!

Wir möchten Sie zur Teilnahme an einer kurzen Internet-Umfrage zur redaktionellen Themenfindung einladen. Die Umfrage sollte nicht mehr a$

Und ich dachte schon mindestens b€ ….

Kleine Content Katastrophen

Screenshot BillchimpBillchimp ist ein Online-Service, mit dem kleine Unternehmen und Freelancer ihre Rechnungen erstellen und verwalten können. Der Service ist kostenfrei und warum der Service von Billchimp kostenfrei ist, erklärt man auf der Webseite so:

Wir wollen die ganze Welt sehen lassen, zu welchen Entwicklungen wir in der Lage sind. Denn, was wäre eine bessere Methode, um seine Kapazitäten an so viel möglich Leute gleichzeitig sehen zu lassen? Genau!

Ja, genau!

Durch unsere Software kostenlos anzubieten.

Durch mein Lesen von diesem Satz ich gehörig darüber gestolpert zu sein

Was die Zukunft bringt, weiß man ja nie. Aber ein Ding ist sicher…

Yeah, one thing is sure.

Wenn Content ein strategisches Asset ist, dann ist es auch internationalisierter Content. Es verbietet sich nicht nur, Inhalte einfach blind 1:1 übersetzen zu lassen, sondern erst recht, das durch eine Software erledigen zu lassen.

Billchimp fragt:

Ist es wirklich war?

Ich frage: Muss es wirklich sein?

Aber der Affe ist irgendwie niedlich …

Kleine Content Katastrophen

Bezüglich des Themas Datenschutz mache ich mir keine großen Illusionen. Das war gegessen an dem Tag, als die Digitalisierung eingeleitet wurde. Am Tracking und der Auswertung der Daten, die ich im digitalen Universum hinterlasse etwas ändern und schützen zu wollen, ist sinnlos.

Wenn aber schon Daten gespeichert werden, dann sollte man doch so sensibel damit umgehen, dass Dritte keinen Einblick in meine Daten erhalten.

Kurt Tucholsky hat mal gesagt, dass das Gegenteil von „gut“ „gut gemeint“ ist.

In dem Versuch – wie ich vermute – dem Nutzer irgendeine praktische Funktion zur Verfügung zu stellen, wird bei Kapost Leuten, die das gar nichts angeht, Daten aus der eigenen Lead-Datenbank präsentiert.  Und Schwupps weiß ich, wer sich noch so für Kapost interessiert.

Das ist passiert:

Ich bekam einen Newsletter von Kapost, in dem mir ein kostenfreies E-Book angeboten wurde mit dem Titel „Masters of the eBook – Insights from the Best in the Business“. Das klang ganz interessant, also folgte ich dem Link.

Auf der Seite konnte ich  meine Daten eintragen (die waren schon vorausgefüllt) und dann auf „Download“ klicken.

Als ich das machte, kam folgender Screen (ich habe natürlich die empfindlichsten Daten geschwärzt. Da steht der Name und die Straße mit Hausnummer):

Kapost Screenshot„Please verify your company“ und dann eine Auflistung aller Firmen die „Zimmer“ in den Daten haben. „None of the above“ habe ich dann gewählt.

Ist das zu fassen? Ich frage mich, was damit bezweckt wird. Vielleicht ist das auch gar keine praktische Lösung für den Nutzer, sondern ein Versuch das Marketing zu verbessern, um die Leads besser zuordnen zu können.

So etwas ist mir bislang auch noch nie passiert. Was halten Sie davon?

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