Allgemein

Das kann doch nicht so schwer sein

447520068_2edb6c178a_zEine kleine Anekdote aus dem ganz normalen Wahnsinnsalltag einer Webagentur.

Stellen wir uns folgendes vor:

Während eines Hausbaus bespricht der Bauherr mit dem Architekten, wo in welchen Räumen Lichtschalter angebracht werden sollen. Der Architekt nimmt das auf, arbeitet das in die Pläne ein. Entsprechend instruiert sind auch die zuständigen Handwerker, allen voran natürlich der Elektriker.

Am Ende der Arbeiten sind alle Lichtschalter angebracht, die Kabel für die Elektrik in der Wand verlegt und vom Maurer verputzt. Der Maler hat die Wand tapeziert und gestrichen und der Elektriker zu guter Letzt noch die Blenden auf den Lichtschaltern montiert. Der Bauherr schaut sich die Sache an und fragt: “Können Sie diesen Lichtschalter auf die andere Seite der Tür verlegen und die Steckdosen 10cm weiter oben anbringen?”.

Was glauben Sie, was jetzt passiert? Vor dem geistigen Auge der Handwerker läuft folgender Film ab: Der Maurer haut dem Bauherren gleich die Maurerkelle ins Gesicht, der Elektriker legt ihm eine Kabelschlinge um den Hals und der Maler taucht ihn in nicht abwaschbare Farbe.

Real sieht das dann natürlich anders aus: Die Arbeitsstunden, sofern sie durchgeführt werden sollen, werden in Rechnung gestellt. Man stelle sich das Chaos vor: Tapeten abreissen, Mauer aufschlagen, Kabel neu verlegen, neues Loch in die Wand, alte Löcher zuschmieren und was nicht alles. Wenn der Bauherr das wirklich haben will (und vielleicht muss), wird er auch kein Problem damit haben, dass man ihm den Mehraufwand in Rechnung stellt.

Was erzähle ich Ihnen eigentlich? Das Thema lautet: Dinge, die eigentlich sehr einfach aussehen, ziehen manchmal eine Vielzahl einzelner Aktionen nach sich, die zum Teil auch recht komplex sein können. In der Welt der Entwicklung von Webanwendungen kann das Hinzufügen eines Buttons eine immense Auswirkung auf die Anwendung haben. Selbst das Verschieben eines Buttons von einem Punkt auf dem Bildschirm auf einen anderen Punkt kann, unter Umständen, richtig viel Ärger nach sich ziehen.

Das hängt dann ein bisschen davon ab, was der spezielle Button bewirken soll. Für einen Grafiker ist das einfach: Im Photoshop den Button von oben nach unten bewegen. Fertig.

Für den Entwickler ist das vielleicht nicht ganz so einfach.

Wir hatten mal einen Fall, da sollte eine Drop-Down Box für die Sprachauswahl grafisch unterhalb der waagerecht verlaufenden Hauptnavigation sein. Die Navigation war ein Ausklappmenü und über Javascript gesteuert. Nun gab es im IE6 das Problem, dass sich die Ausklappmenüs nicht, wie erwartet und gewünscht, über den Sprachauswahlschalter legten. Vielmehr war die Drop-Down Box immer “on top”. Die ganze Problematik trat nur auf, weil man die Box von einer Ecke in die andere verschoben hatte. Vorher gab es das Problem gar nicht.

Um jetzt wieder auf das Eingangsbeispiel zurück zu kommen: In dem Beispiel mit den Handwerkern ist für jeden offensichtlich, wo der Aufwand ist. In unserem Webbeispiel ist das nur für einen Experten sichtbar. Die ganze Geschichte verursachte locker 5 Stunden Mehraufwand. Weil jemand den Button verschoben haben wollte.

Kunden, die eine scheinbar einfache Änderung haben wollen, wundern sich dann: “Das kann doch nicht so schwer sein!”. Selbst IT-Projektleiter können manchmal nicht nachvollziehen wo das Problem ist.

Das ist auch alles verständlich, denn Webanwendungsentwicklung ist eine nicht ganz unkomplexe Sache. Wofür der Entwickler 5 Stunden gebraucht hat, das kann er Ihnen schlecht in einem Satz veständlich darlegen. Selbst Kollegen, selber Experten, fällt es schwer das auf Anhieb nachzuvollziehen. Echt.

Es wird sogar noch bunter: Je einfacher die Oberfläche, desto höher der technische Aufwand, der dahinter liegt, denn alles, was der Benutzer an der Oberfläche nicht machen muss, muss ja irgendwie automatisiert ablaufen. Das ist auch eine Erklärung dafür, warum sich Benutzer von Software oft über die schwer zu bedienenden Oberflächen beschweren. Vermutlich wollte niemand den Aufwand für eine einfachere Oberfläche bezahlen, also ist die Oberfläche dicht an dem dahinterliegenden Datenmodell orientiert und entsprechend kompliziert.

Google? Kann doch nicht so schwer sein…

Google ist wie immer ein schönes Beispiel: Ein Textfeld in das man Suchbegriffe eingibt, ein Sende-Button, auf den man klickt, um die Suchanfrage abzuschicken. Und dann kommen unten Webseiten, die die gesuchten Begriffe enthalten.
Das kann doch nicht so schwer sein ….

Wenn Sie als Kunde dem Entwicklerteam Ihres Dienstleisters einmal eine Freude machen wollen, handeln Sie doch mal, wie die Dame in der folgenden Anekdote:
Eine mir bekannte Person, die für den Webshop eines großen Konzerns verantwortlich ist, wurde von einer Kundin einmal darauf hingewiesen, dass sie, also die Kundin, sich ja wohl auskenne und das Verschieben eines Buttons ja nun Lulli sei. Mit ihrem Homepagebaukasten wäre das alles kein Problem.
Siiischer.

Die Moral von der Geschicht’

Einfache Änderungen können großen Aufwand verursachen. Im Gegensatz zur realen Welt, ist das in der Softwareentwicklung leider nicht immer direkt erkennbar, manchmal selbst für Experten nicht. Wenn Ihnen also Ihr Dienstleister dereinst eine ordentliche Rechnung für eine scheinbar einfache Sache schickt, dann möchte er Sie nicht über den Tisch ziehen, sondern nur den Mehraufwand gedeckelt haben. Wie der Maurer, der Elektriker, der Maler auch.

Achso: Und achten Sie darauf, dass Sie sich zeitig ducken, wenn die Kelle geflogen kommt …

Ein bisschen Spaß muss sein

Also über diesen niedlichen Kauz lache ich mir schon seit Tagen einen Ast.

Wie man auf die Idee kommt, dem „possierlichen kleinen Kerl“ (Bernhard Grzimek) ein „HEY“ rüber zu synchronisieren, weiß ich nicht. Ist aber absolut brilliant und ebenso brilliant umgesetzt. Viel Spaß!

Ankündigung: Content-Commerce Summit

Es gibt Daten, die sollte man sich unbedingt vormerken: Am 01., 02., und 03. Juni 2016 findet in Leipzig der – meines Wissens weltweit 1. – Content-Commerce Summit statt.

An drei Tagen gibt es Masterclasses, Sessions und ein Barcamp rund um das Thema „Content und (E-) Commerce“.

Der Ticketverkauf und Vorbestellungen starten in Kürze.

Weitersagen!

Link zur Homepage.

Live-Post vom Shopware Community Day

Stefan Hamann hat in seiner Keynote soeben die neuen Features von Shopware 5.1 vorgestellt.

Product Streams

Product Streams sind eine Art Suchfilter, die aber vom Shopbetreiber selber festgelegt werden, so dass die Aufmerksamkeit der Besucher auf bestimmte Produktsortimente oder Erlebniswelten gelenkt wird. Das soll die Conversion Rate verbessern.

Digital Publishing

Shopware stellt jetzt ein Tool bereit, mit dem aus Shopware heraus dynamische Banner erstellt und gestaltet (!) werden können.

Verbesserte Technik

Shopware 5.1 ist mit PHP 7 kompatibel und soll einer Performance-Steigerung um 50% mitbringen. Der Core wurde überarbeitet und noch flexibler gemacht. Damit besteht nun die Möglichkeit Elastic Search schon ab der Community Edition einzubinden.

Den Release Candidate der Shopware 5.1 ist ab sofort unter www.shopware.com herunterladen.

Content-Commerce Wochenrückblick

Wochenrückblick für die Woche vom 24.08. – 29.08.2015

Die 10 besten Schreibtools: Ein Ninja-Guide

Sehr hilfreiche Liste vom Content Marketing Institute.

Content Marketing Stack

Eine richtig coole Liste mit Artikeln, Buchtipps und Tools zum Thema Content Marketing findet sich auf contentmarketingstack.co. Klasse!

Was man im Content Marketing delegieren kann

Content Marketing macht eine Menge Arbeit (das wird gerne unterschätzt). Man muss aber nun nicht jede Aufgabe selber erledigen. Ein Artikel darüber, welche Aufgaben man wie delegieren kann und wann das sinnvoll ist findet sich auf copyblogger.com.

Content-Commerce Wochenrückblick

Rückblick auf die Woche vom 17.08. – 21.08.2015

Wie oft muss man etwas veröffentlichen?

Das ist gewiss eine Frage mit der sich jeder Content Marketer, Blogger und SEOler herumschlägt. Mittlerweile gibt es ja auch schon ein „Slow-Blogging“ – man postet nur gelegentlich, aber dann sehr lange und epische Artikel.

Hubspot und Moz.com haben unabhängig voneinander die Auswirkungen der Post-Frequenz auf den Traffic und andere Parameter untersucht.

Die lesenswerten Ergebnisse finden sich hier.

20 hilfreiche Schreibtools für das Content Marketing

Eine interessante Liste gefunden auf jeffbullas.com

Wie sich kleine Unternehmen durch innovatives Denken im Onlinehandel positionieren können

gefunden auf etailment.de

56 Blog-Post Ideen

Eine hilfreiche Liste von Darren Rowse gefunden auf LinkedIn

100+ Blog-Post Titel die funktionieren

gefunden auf twelveskip.com

Content-Commerce Wochenrückblick

Rückblick auf die Woche vom 10.08. – 16.08.2015

Shopsysteme für die Oberliga

Die Internet World brachte einen schönen Überblick über Shopsysteme für die Oberliga (müsste es nicht eigentlich heißen „Bundesliga“?). Inklusive einer Übersichtstabelle als PDF. Hier geht’s zum Artikel.

Speaker Lineup für den Shopware Community Day steht

Und dann gab es noch eine Pressemeldung von Shopware. Mittlerweile steht das Lineup der Speaker beim Shopware Community Day am 04.09.2015 in Ahaus. Ich bin übrigens auch dabei – Raum M8. Mein Vortrag: „7 Tipps und 3 Beispiele für perfekte Onlineinhalte“. Der Shopware Community Day ist übrigens schon ausverkauft! Alle Speaker gibt’s hier.

Was ist neu am Content-Marketing

Schöne Zusammenfassung von Kresche & Disser. Interessanter wäre die Frage: Was gibt es neues im Content Marketing?

Performance-Driven Content: Der Schlüssel  zu erfolgreichen Inhalten.

Zu einer angewandten Content Strategie gehört auch das Messen der Content-Performance. Einen sehr schönen Überblick gibt es bei gathercontent.com

1 2 3 19  Scroll to top