#cosca13: Der Big Bang der Deutschen Content Strategy

Content Strategy CampBumm!! Jetzt ist es offiziell: Content Strategy ist in Deutschland angekommen. Vom 07. – 08.06.2013 fand auf dem Mediencampus  der Hochschule Darmstadt (h_da) das erste Deutsche Content Strategy Camp statt. Mehr als 180 Anmeldungen gab es. Bereits am ersten Session-Tag stellte sich das große Engagement der Teilnehmer heraus: Die Zahl der Session-Vorschläge war so groß, dass gar nicht alle untergebracht werden konnten. Einige Sessions wurden thematisch zusammengefasst oder gleich auf den nächsten Tag geschoben. Auf der Rückfahrt hatte ich noch kurz Zeit mit einem Münchener Kollegen zu sprechen, der ebenfalls von der Qualität der Session angenehm überrascht war.
Auch die Organisation war über jeden Zweifel erhaben: Sehr professionell das ganze. Vielen Dank dafür an die Organisatoren, allen voran Thomas Pleil, von der h_da, Sascha Stoltenow von SCRIPT Communications und Heinz Wittenbrink von der FH Graz, der als erfahrener Bar-Camper die Camp-Moderation übernahm.

Da ich selber mit 2 Sessions vertreten war, konnte ich leider etwas weniger Sessions mitnehmen, als die anderen.

Content Strategy 101

Meine erste Session war eine, die die Grundlagen von Content Strategy darlegte und von den sehr kompetenten Brigitte Alice Radl und Heinz Wittenbrink vom Johanneum Graz gehalten wurde. Hier kamen wir gleich in spannende Diskussionen, weil manchen Teilnehmern die Abgrenzung zu anderen Disziplinen wie bspw. Corporate Publishing nicht klar war. Dadurch allerdings kamen wir mit dem „101“ auch nicht so ganz durch, was aber – so glaube  ich – niemand als schlimm empfand.
Für mich lustig war, dass Brigitte und Heinz die „Core Strategy“ wie  Kristina Halvorson sie beschreibt hatten anders verstehen als ich. Für mich ist die „Core Strategy“ nämlich so etwas wie eine große visionäre Zielsetzung, die als Leuchtturm für die restliche Strategie und tatsächliche Content Produktion ist. Sozusagen als Filter: Was nicht in Richtung „Core Strategy“ geht, hat im Content-Pool nichts verloren.
Dazu gibt es von mir demnächst nochmal einen separaten Post.
Zusammenfassung der Session

Rapid Content Production

Meine zweite Session war eine Art Blitz-Session. Hier teilte Monika E. König mit uns ihre Erkenntnisse, wie man schnell zu inhaltlich ordentlichen Blogtexten kommt. Das war eine schnelle und sehr anregende und nette Session, weil sich hier ein paar Blogger austauschen konnten.
Zusammenfassung der Session

Alle meine Freunde … Social Media und Recht

Kein Wunder, dass diese Session recht voll war. Der Irrsinn im rechtlichen Dschungel ist für einen Laien nicht nachvollziehbar und offenkundig auch für gestandene Juristen nicht immer plausibel. Diese Session wurde von Jan Hansen geleitet. Nach einigen ersten Hinweisen zu Themen wie bspw. Urheberrecht, kam es schnell zu engagierten Diskussionen und interessierten Nachfragen durch die Teilnehmenden. Wahnsinn, wie Juristen – eine niedliche Spezies – aus der Hüfte die Paragraphen nach draussen schießen können. Dass es tatsächlich auch ein Zitierrecht gibt war mir vollkommen neu. Ich dachte immer, dass das Zitieren wie man es an der Uni lernt lediglich eine formale Vorgabe ist. Man lernt ja nie aus.
Zusammenfassung der Session

Content Strategy für Content Strategy

Sascha Stoltenow übernahm eine Session mit dem Thema wie eine Content Strategy für Content Strategy aussehen kann. Jeder der Anwesenden weiß zwar, wie nützlich das ist, nur interessiert das die Kunden nicht direkt, denn die haben von der Existenz dessen keine Ahnung. Zusammenfassend kamen wir zu dem Ergebnis, dass die Kunden dort abgeholt werden müssen, wo sie stehen. Wenn sich bspw. alle Welt Gedanken über responsive Design macht, aber keiner die „Responsivität“ des Contents – vor allem der Texte – berücksichtigt, ist das ungünstig, denn wer will schon den 1000 Wörter Text auf einem iPhone haben. Hier kommt die Content Strategy ins Spiel. Und das kann ein Kunde verstehen.
Das Dokument zur Zusammenfassung der Session ist leider noch leer (wieso eigentlich?).

Einer der Höhepunkte war sicherlich der Google-Hangout mit Margot Bloomstein, ihrerseits Content Strategin der ersten Stunde. Hier konnten auch direkt Fragen zum Thema an Margot Bloomstein gestellt werden. Leider hatte ich an diesem Tag die einzige parallel dazu stattfindende Session und konnte deshalb nicht daran teilnehmen.

Die einzelnen Sessions wurden von Protokollanten zusammengefasst und werden in einem öffentlich zugänglichen Google-Doc Verzeichnis zur Verfügung gestellt: Zusammenfassungen.
Die Session werden auch nochmals in einem E-Book zur Verfügung gestellt.

Meine eigene Session gibt es in diesem Blog schriftlich zusammengefasst, so: Stay tuned! In der Zwischenzeit aber gibt es die Kurzzusammenfassung hier.

Google Hangout mit Margot Bloomstein

 

Weitere Links

Content Strategy Camp 2013

Mysterium Content Strategy

Frank Hamm über #cosca13

Bildnachweis
Udo Butschinek, Public Domain.

 

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