Bericht vom Content-Commerce Camp Leipzig #cococa14

Blick von der Dachterrasse der Leipziger Foren

Nun ist es vorbei das 1. Content-Commerce Camp, das am 17.10. und 18.10.2014 in Leipzig statt fand.

Mir war zur Beginn gar nicht bewusst, dass ich mit diesem Barcamp nicht nur dem Thema „Content und E-Commerce“ eine gewisse Verbreitung verschaffen kann, sondern gleichzeitig einigen Leuten tatsächlich das Konzept eine Barcamps näher bringe.

Gefühlte 90% aller Teilnehmer war vorher noch nie auf einem Barcamp. Das gab mir anfänglich doch zu denken. Werden die Sessions voll? Und wie die voll wurden! Schon am ersten Tag gab es mehr Sessions als Slots, so dass wir 2 davon  auf den nächsten Tag legen mussten (meine eingeschlossen).

Der Sessionplan vom Content-Commerce Camp Leipzig ist hier abrufbar: bit.ly/cococa14.

Verkauf vs. Inbound-Marketing

Einen peinlichen Auftakt gab es in der ersten Session mit Hubspot. Obwohl vorher ausdrücklich instruiert, keine Produktpräsentation zu machen, sondern den Teilnehmern das Thema Inbound-Marketing zu vermitteln, ging es in der Session direkt hart in den Produktpitch. Also ganz gegen das Inbound-Marketing-Prinzip, was voll nach hinten los ging, als die ersten Teilnehmer den Raum verließen und ein weiterer in die Präsi reingrätschte, dass man keine Lust auf einen Produktpitch hat. Zwar bekam der Sessionhalter gerade noch die Kurve, unschön war es trotzdem.

Content ROI

Wie man durch guten Content einen ordentlichen Conversion-Uplift und 750% ROI hinbekommt, zeigte in seiner Session Danny Nauth von der Webarts AG.

Storytelling

Grundsätzliches zum Thema Storytelling und wie auch ein Unternehmen wie Spreadshirt versucht hinzubekommen verriet Dave Gorman. Hier gab es noch wertvolle Impulse für Spreadshirt, die für sich den Besuch des Barcamps schon rechtfertigte.

Emotional Commerce

Markus Kämmerer punktete mit seinen „7 Geboten des Emotional Commerce„. Hier zeigte sich schon beim Pitch, dass Listen immer funktionieren, als beinahe alle Hände nach oben gingen.

Automatisierte Textgenerierung

In der Pause gab es nochmals einen Schnellvortrag zum Thema „automatisierte Texterzeugung“ von Saim Alkan. Unternehmen, die jahrelang nur die harten Produktdaten in der Warenwirtschaft gepflegt haben (wir reden hier von vielen, vielen zehntausenden Produkten), können für einen Onlineshop nicht „mal eben“ noch Texte produzieren lassen. Hier kann aexea aus den Produktblättern ratzfatz Beschreibungen erzeugen. Sehr beeindruckend.

Bahnstreik am Samstag

Was keiner auf der Karte hatte und was sich auch nicht planen lässt: Bedingt durch die Bahnstreiks mussten eine Reihe von Teilnehmern am Freitagabend Hals über Kopf das Camp verlassen, da sie sonst bis Montag aus Leipzig nicht mehr weg gekommen wären. Das drückte natürlich stark auf die Teilnehmerzahl am Samstag, allerdings nicht auf die Laune oder die Qualität der Sessions.

Human Ressources und E-Commerce

Andreas Schöninger stellte das Unternehmen als Ganzes als Produkt dar und zeigte, dass auch dieses Produkt mit den gleichen Methoden für potenzielle Mitarbeiter „verkauft“ werden muss. Hier gab es einen regen Austausch. Super Session.

Content der fesselt bei Sheego

Elske Ludewig von eResult und Philipp Winkelhofer von Sheego / Schwab zeigten, wie man mit den richtigen Inhalten Besucher bekommt, ohne sich von Google abhängig zu machen und vor allem: Wie man herausfindet, welche Themen relevant sind, z.B. über das Bilden und die Analyse von Fokusgruppen.

Product Information Management als Content Management

Dann durfte ich auch endlich und sprach über eines meiner Lieblingsthemen, nämlich PIM und was das mit Content Management zu tun hat (siehe dazu auch hier).

User Generated Content

Annett Kretzschmar sprach über „User Generated Content“ und zeigt Beispiele von TKMaxx und anderen, bei denen das sehr gut funktioniert hatte.

Auch Karen McGrane war beim Content-Commerce Camp Leipzig

… naja, jedenfalls virtuell. Mein Sessionvorschlag war, den sehr spannenden und wie ich finde grundlegenden Vortrag „Adapting ourselves to adaptive Content“ zu zeigen. Die eine oder andere hat hier sicherlich noch einmal einen inspirierenden Impuls mitgenommen.

Danke, Danke, Danke

Ein echtes Bedürfnis ist es mir, mich bei den Sponsoren zu bedanken, die es ermöglicht haben, dass das Camp statt finden konnte:

Mein Dank gilt natürlich auch den vielen Medienpartnern, ohne die das Camp die Verbreitung, die es gefunden hat, gar nicht gegeben hätte und nicht zuletzt vor allem:

Den extrem netten und offenen Teilnehmern, die mit ihrem Interesse das Camp überhaupt erst lebendig gemacht haben!

Ich freue mich, wenn im nächsten Jahr alle wieder kommen.

Bildnachweis:
Udo Butschinek, Public Domain, ID-FC

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Please enter your name, email and a comment.