Die 5 wichtigsten Formen von Content.

Content Curation: Wie ein Kurator im Museum„Content first“ – soviel sollte mittlerweile klar geworden sein. Doch muss natürlich dieser Content auch erzeugt werden. Ich habe festgestellt, dass es sehr hilfreich ist, wenn man weiß, welche Arten von Content es überhaupt gibt. Denn meistens denkt man daran, dass man den ganzen Content selber erzeugen, also alle Texte usw., selber schreiben muss. Und dann wird einem schnell blümerant und lässt doch wieder lieber die Texte, die irgendein Vertriebler mal in die Wawi gehackt hat, in den Shop „integrieren“. Ich möchte an dieser Stelle ein wenig helfen, Ordnung ins Chaos zu bekommen, in dem ich aufliste, welche Arten von Content es gibt. Die Auflistung erfolgt in der Reihenfolge der Relevanz:

1. Eigener Content

Die Königsdisziplin, und auch die am schönesten zu lesende Form von Inhalt, ist natürlich der Inhalt, den man selber erzeugt. Hier können bspw. Hintergrundinformationen rein, Hilfestellungen oder die Ergebnisse eigener Recherchen. Es kommt ja immer wieder vor, dass man bspw. im Rahmen einer Kundenanfrage bestimmte Tools recherchiert und evaluiert. Diese Ergebnisse eigenen sich ganz wunderbar für einen Beitrag. Aber, man muss im Auge behalten: Das ist anstrengend, kostet Zeit und erfordert ein wenig Planung (macht aber aber auch sauviel Spaß).

2. Kuratierter Content

Die zweitbeste Variante ist die, Inhalte zu „kuratieren“. „Kuratieren“ ist ein Begriff aus der Kunst. Ein Kurator eines Museums trägt Kunstwerke zusammen und stellt diese in einer bestimmten Art und Weise aus. Dabei hat er bestimmte Kriterien, nach denen diese Werke ausgewählt werden. Das Gleiche kann man auch mit Content machen. Dazu müssen Sie lediglich – am besten täglich – 30 Minuten für die Recherche aufwenden und das Gefundene anschließend bewerten, zusammenstellen und teilen. Beth Kanter bezeichnet diesen Prozess mit „Seek – Sense – Share“. Für mehr Details: bethkanter.org. Diese Vorgehensweise erfordert weniger Arbeit als Variante Nr. 1 und bietet dem Nutzer einen echten Mehrwert: Denn man filtert aus dem Wust von Informationen im Netz das Relevante heraus und präsentiert das auf einem Silbertablett. Und bringt so Ordnung und Sinn ins Chaos (und spart dabei den Nutzern eine Menge Zeit).

3. Mitgestalteter Content

„Co-Created Content“. In diesem Fall lassen Sie bspw. einen Top-Blogger in Ihrem Blog – oder an anderer Stelle – zu Ihren Produkten o.ä. einen Beitrag schreiben. Das hat den Vorteil, dass Sie auf seine große Schar von Anhängern Zugriff bekommen (er ist nämlich „Zielgruppenbesitzer“) und gleichzeitig Zeit bei der Erstellung sparen.

4. Nutzergenerierter Content

Eine weitere Variante ist natürlich der Inhalt, den Ihre Nutzer erzeugen. Dazu gehören Bewertungen. Gibt es irgendeinen, der nicht gerne die Bewertungen bei Amazon liest, um sich einen ersten Eindruck eines Produkts zu verschaffen? Sehnse! Aber Vorsicht: Nutzererzeugter Content ist kein Ersatz für fehlende Content Strategy und kann von manchen Nutzern  (oder der Konkurrenz)  missbraucht werden.

5. Aggregierter Content

Die Aggregation von Inhalten, also das bloße Zuammentragen, ist eine weitere Form der Erzeugung von Inhalten, die gerne mit der Kuration verwechselt wird. Der Unterschied ist aber eigentlich ganz einfach: Während die Aggregation nur auflistet, wählt die Kuration sorgsam aus, bewertet, ordnet und interpretiert.

Ich finde die Planung und Produktion fällt leichter, wenn man ein wenig Überblick darüber hat, welche Formen von Content es gibt. Insbesondere finde ich es erleichternd, wenn man das Gefühl hat, nicht jede Woche zwei mal „Krieg und Frieden“ nachschreiben zu müssen, sondern dass kuratierter Content auch einen erheblichen Nutzen für den Leser bietet.

Bildnachweis:
Flickr, Robert Huffstutter, Creative Commons

 

 

 

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