Monthly Archives: Januar 2016

Ein bisschen Spaß muss sein

Also über diesen niedlichen Kauz lache ich mir schon seit Tagen einen Ast.

Wie man auf die Idee kommt, dem „possierlichen kleinen Kerl“ (Bernhard Grzimek) ein „HEY“ rüber zu synchronisieren, weiß ich nicht. Ist aber absolut brilliant und ebenso brilliant umgesetzt. Viel Spaß!

Content Strategie und digitale Transformation

Digitale Transformation

In einem Video-Beitrag auf kassenzone.de ging es kürzlich um das vielbesungene Thema „digitale Transformation“. Alexander Graf vertritt darin die Ansicht, dass es eine Schritt für Schritt Digitalisierung nicht geben kann.

Was aber bedeutet „digitale Transformation“ und was hat das mit Content Strategie zu tun? (Kleiner Tipp: MS-Word zu verwenden hat nichts – in Worten: nichts – mit digitaler Transformation zu tun).

Die 3 Bedeutungen von „digitale Transformation“

Je nachdem, wen man man fragt, kann „digitale Transformation“ eine oder mehrere der folgenden Bedeutungen haben:

  1. das Unternehmen verwaltet seine Inhalte so, dass diese in unterschiedliche Ausgabemedien publiziert werden können
  2. der Umbau von Organisations-Prozessen innerhalb des Unternehmens, so dass diese „digitalkonform“ werden
  3. die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle, bzw. die Transformation alter Geschäftsmodelle in „digitalkonforme“ Geschäftsmodelle

Um den Punkt 3 geht es vor allem in dem Beitrag auf kassenzone.de. Jeden einzelnen dieser Punkte umzusetzen ist für sich genommen schon eine Herausforderung.

Meiner Ansicht nach gehören  im E-Commerce alle 3 Punkte zwingend zum Gesamtkomplex „digitale Transformation“. Da jeder Punkt für sich einzeln umsetzbar ist, muss ich dem Alex hier widersprechen. Eine Schritt für Schritt-Umsetzung ist durchaus möglich. Der schwierigste Teil dabei dürfte der dritte Punkt sein.

Im Folgenden lege ich einmal dar, was das ganze mit Content Strategie zu tun hat. Das wird den einen oder anderen sicherlich erstaunen. Ist aber so.

Content Strategie und die digitale Transformation

Content Strategie ist die Planung und Erzeugung von nützlichen und nutzbaren Inhalten und zwar auf eine reproduzierbare Art und Weise.

Eine solche Content Strategie hat 3 Dimensionen:

  1. eine inhaltliche Dimension
  2. eine organisatorische Dimension
  3. eine strukturell-technische Dimension

Der Punkt 1 ist derjenige mit dem sich 90% aller Beiträge zum Thema Content Strategie befassen. Es geht dabei um Fragen wie:

  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Welche Inhaltsformen braucht meine Zielgruppe?
  • Welche Fragen hat die Zielgruppe?
  • yadda, yadda, yadda

Das sind die elementaren Fragen mit denen sich auseinandersetzen muss, wer passende Inhalte für eine bestimmte Gruppe von Menschen erzeugen möchte (das sind übrigens auch die elementaren Fragen, mit denen sich auseinandersetzen muss, wer ein E-Commerce Geschäftsmodell mit relevantem USP haben möchte. Tja Leute, es hängt alles zusammen).

Darüber hinaus aber sind die beiden anderen Dimensionen von ebenso entscheidender Bedeutung und leisten einen entscheidenden Beitrag zur „digitalen Transformation“.

Die Herausforderung, mit der Unternehmen konfrontiert sind, ist, dass sich die Umweltbedingungen für Unternehmen bezüglich ihrer Inhalte rasant verändern. Die Zahl der Endgeräte und Plattformen wird stetig größer und irgendwie müssen die Unternehmensinhalte dort verfügbar sein (ich gehe auf die Thematik genau in diesem Artikel ein). Dwight Cribb spricht in dem Beitrag auf Kassenzone von „intelligenter Verwaltung von Daten“. Niemand hat das besser ausgedrückt als Karen McGrane:

„You might look here at the whole ‘desktop computer and smartphones and tablets’ and kind of go ‘Well, you know, that’s already a pain in the ass to deal with.’. But the problem here is it’s not going to stop. […] There will be some new device, some new platform, some new communication technology. And whatever that is, we’re going to have to find a way to publish to it. We’re going to have to find a way that we can get our content onto it“ .

Und genau hier kommt eine Content Strategie ins Spiel, die Lösungen für die medienvariable Speicherung von Inhalten erarbeitet. Stichwort: Content-Modellierung. Ansätze wie „Product Information Management“ sind nicht falsch, setzen aber nur an einer spezifischen Form von Inhalten – nämlich Produktinformationen – an. Und greifen deshalb zu kurz. Denn außer Produktinformationen gibt es ja auch noch andere Inhalte – von Marketingbroschüren über Handbücher bis interne Handbücher für Arbeitsprozesse.

Für die Produktion und Verwaltung von Inhalten gehören in der neuen digitalen Welt auch Anpassungen der Organisationsprozesse. Auch diese werden durch eine Content Strategie erfasst und angepasst.

Eine der größten Hürden bei der digitalen Transformation dürften dabei unternehmensinterne Strukturen und die Verteidigung von Pfründen und Kompetenzen sowie die Mentalstrukturen der einzelnen Stakeholder sein. Content Strategen können davon ein Lied singen. Wer mag, kann sich ja den netten Vortrag von Kerry-Anne Gilowey bei der Content Strategy Forum Conference anschauen.

Wer also über die digitale Transformation spricht, kommt am Thema Content Strategie nicht vorbei.

Und jetzt der werbliche Teil: Im Juni veranstalte ich die weltweit erste Konferenz zum Thema „Content-Commerce“, nämlich den „Content-Commerce Summit„.

Hier wird Karen McGrane – Content Strategy Superstar aus den USA – Shopbetreibern einen ganztägigen Workshop zum Thema Content-Modellierung verpassen. Wer seine Inhalte wirklich zukunftsfähig haben möchte, sollte beim Workshop und beim Summit unbedingt dabei sein.

P.S.: Im Video vorne links, erste Reihe, der mit dem weissen Hemd und der Glatze: Das bin ich!

Bildnachweis:
flickr.com, Bryan Mathers, Creative Commons: BY-ND 2.0 – no changes made

 

Kleine Content Katastrophen

Das klassische SEM kann einem zuweilen gehörig auf den Zeiger gehen, oder – je nach Betrachtungswinkel – auch viel Freude bereiten.

Wenn man mittels einer internen Google-Suchmaschine auf einer Webseite, die ich hier nicht nenne, eine Suche startet, erhält man im Kopf der Ergebnisliste entsprechende Ad-Sense anzeigen.

Die cleveren Suchmaschinen Marketer nehmen vermutlich jedes verfügbare Keyword und packen das als Platzhalter in ihre Ad-Sense Anzeigen, in der Hoffnung, jemand möge klicken. Das ist zwar vollkommener Blödsinn, denn so erhält man vielleicht Klicks, aber keine Conversion, hindert aber niemanden daran es zu tun.

Auf besagter Seite suchte ich nach dem Stichwort „Faszien“.

„Faszien“ ist das Bindegewebe, das im menschlichen Körper Knochen, Muskeln und Organe verbindet und zusammenhält.

Und was zeigen mir die Ad-Sense Anzeigen?

restpostenDa verkaufen welche Restposten an Faszien. Ist das jetzt illegaler Organhandel, oder was?

Herr Staatsanwalt, übernehmen Sie …

 

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