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Die 5 Elemente des Storytelling

Elemente des StorytellingWie ich erst kürzlich berichtete, kann gutes Storytelling dafür sorgen, dass man selbst einen ollen Schwamm für 156,00 Tacken verkauft.

Über das Thema Storytelling kann man sich lang und breit unterhalten. Bspw. darüber, dass es einen Unterschied zwischen einer Story und einem Plot gibt. Während die Story lediglich die Abfolge der Ereignisse ist (erst starb die Königin, dann starb der König), gibt der Plot das Warum der Ereignisfolge an (erst starb die Königin, dann starb der König an gebrochenem Herzen). Etwas genauer findet sich das in diesem Artikel.

Damit man aber überhaupt starten kann, ist es notwendig sich darüber Gedanken zu machen, was denn die Elemente des Storytelling sind.

In diesem Zusammenhang stieß ich auf ein kleines Büchlein von Sean D’Souza der auch unter psychotactics.com sehr lesenswerte Artikel zu den Themen Copywriting und einiges mehr schreibt.

In seinem Buch „The Power of Stories – How to turn average stories into cliff-hangers“ beschreibt er 5 Elemente des Storytelling, die ich im Folgenden aufliste.

Element 1: Die Achterbahn

Zwar ist es für eine Story nicht zwingend erforderlich, dass sie Höhen und Tiefen aufweist, doch macht es die Story so deutlich interessanter. Die Höhen und Tiefen ebenso wie die geraden Strecken machen die Achterbahn aus. Man könnte auch sagen: es muss zwischendurch auch einmal etwas passieren. Es muss Kontraste geben.

Ein Beispiel: Ich stand auf und ging in die Küche. Ich machte mir einen Kaffee und setzte mich anschließend an den Küchentisch und trank eine Tasse.

*Gähn* … wie langweilig. Wenn die Story so weiter geht, wird niemand weiter lesen.

Nun ergänzen wird die Story: … und trank eine Tasse, als ich sah, dass am inneren Tassenrand Spinnenbeine herausrakten.

Oh … jetzt wird es schon interessanter.

Eine Story braucht also Höhen, Tiefen und eine Aneinanderreihung von Fakten (erst dies, dann das).

Element 2: Das 90% Prinzip

Die 90%-Regel besagt, dass der größte Teil der Story dem Leser in irgendeiner From bekannt ist und lediglich 10% vollkommen neu. Dadurch bleibt die Story beim Leser haften.

Element 3: Eine Story aufbauen

„Aufbauen“ bedeutet, dass man in die Story hineingeführt wird. Sie baut dann mehr und mehr Momentum auf (oder auch ab). Das bedeutet nicht, dass man die Story unnötig in die Länge zieht, oder mit zu vielen Details anreichert (obwohl auch das interessant sein kann). Die Story bewegt sich entweder auf einen Höhepunkt zu oder beginnt beim Höhepunkt und flacht dann langsam ab oder kommt ganz zum Ende.

Element 4: Verbinder / Trenner

Stellen wir uns eine Story vor, in der jemand einen anderen in einer wilden Autofahrt verfolgt. Plötzlich finden wir uns in einer Strandszene wieder in der der Verfolger mit einem Longdrink im Sand liegt.

Der zweite Teil der Story wäre ein Trenner. Er trennt den ersten Teil der Story vom zweiten. Wenn allerdings der erste Teil  nicht irgendwann wieder aufgenommen wird, so haben wir es mit einem Bruch in der Story zu tun. Eine Story ist also auch eine Abfolge von Verbindern, Trennern und Wieder-Verbindern.

Es darf also nicht passieren, das ein bestimmtes Thema oder eine Idee erwähnt wird und nie wieder auftaucht.

Element 5: Wann aufhören?

Die Story sollte nicht zu lang sein, da sie sonst den Leser beginnt zu langweilen. Sean D’Souza sagt: „I’d say it should be no longer than two-three paragraphs.“. Da bedeutet nach seiner Definition maximal 150 Wörter. In einem Artikel von 800-1000 Wörtern Länge sollte also der Storyanteil bei diesen besagten 150 Wörtern sein.

Mein letzter Tipp:
Wenn Sie übrigens von einem echten Experten etwas über Storytelling erfahren wollen, dann fragen Sie mal Stephen King.

Bildnachweis:
flickr.com, umjanedoan, Creative Commons: BY

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