Monthly Archives: April 2015

APIdays Berlin – Allein unter Tekkies #apidays

Ein Gastbeitrag von Oliver Kraft – sologics GmbH & Co KG

Mein Name ist Oliver Kraft, ich bin Gründer und Geschäftsführer des auf E-Commerce Lösungen spezialisierten Dienstleisters sologics. Bis vergangenen Freitag war ich mit dem Butsch von ZIMMER 19 befreundet und das kam so:

Vor einigen Wochen sprach mich Butsch an, ob ich nicht Lust habe die APIdays in Berlin zu besuchen, er habe noch eine Karte. Klaro, also Hotel gebucht und auf geht’s nach Berlin. Doch Pustekuchen, Butsch hat nicht eine Karte zur Verfügung gestellt, sondern seine Karte. Also, kein Butsch. Aber ich wage es trotzdem.

Die APIdays sind eine internationale Veranstaltung, die die Experten der API-Branche zum diskutieren und dazulernen zusammenbringt. Das ganze findet diesmal im Humboldt-Carree in Berlin statt, einem alten Bankhaus das zum Büro und Konferenzcenter umfunktioniert wurde. Am Eingang sehe ich Menschen in T-Shirts mit der Aufschrift {“logo“:“API Evangelist“}, „200 OK“ und „The Wizard of OAuth“ und ich weiß sofort, dass ich hier richtig bin…

Noch ein schneller Kaffee (@Butsch: Diemal zwar nicht von Shopware, aber auch wieder kein „Schlumpi-Wumpi-Blue-Curacau-Mountain-Gedöhns“), dann geht’s nach ein paar organisatorischen Hinweisen an die rund 400 Teilnehmer und einem eindringlichen Apell, dass sich jeder hier Willkommen fühlen soll – auch Kaufleute – schon los.

APIDays Berlin Die Keynote hält Chris Taggart und stellt dabei sein Baby „OpenCorporates“ vor. Sein Projekt sammelt Unternehmensinformationen und stellt diese -natürlich über eine eigene API- für Dritte zur Verfügung. Ziel ist hier einmal das komplette Datenset unter jedem Unternehmen zur Verfügung zu stellen und jede Information im Netz zentral auffindbar zu machen. Ein spannendes und anspruchsvolles Projekt, das ich weiter beobachten werde.

Auf Taggert folgt ein Vortrag über den Einsatz von Hypermedia-APIs. Ich hasse Butsch. Am Ende weiß ich nur, dass die Slides grün waren. Die ganzen Slides findet Ihr unter dem Link http://slides.com/theefer/hypermedia-apidays Viel Glück!

Die dritte Session der Keynote hält Mandy Waite von Google, die ein wenig aus dem Google Nähkästchen plaudert und erzählt, dass alles bei 2_Waite_GoogleGoogle eine API ist oder zumindest eine hat. Beim Betrieb der APIs kommt es manchmal zu Fehlern und diese Fehler müssen schnellstens bemerkt werden. Ein entsprechendes Fehlerhandling muss also von Anfang an konzeptionell verankert sein. Im Übrigen eine der am meisten wiederholten Aussagen des Tages. Mandy geht dann dazu über Firebase, eine cloudbasierte Real-Time-Datenbank an der Sie mitentwickelt, vorzustellen. Fast scheitert das ganze am wahnsinnig schlechen WLAN, klappt dann aber irgendwann doch noch.

Nach der Kaffeepause schaue ich mir drei Sessions zu „APIs, Data & Intelligence“ an und erfahre dabei etwas mehr über Deep Machine Learning und Anwendungsfälle. Das Thema an sich finde ich zwar sehr spannend, drei der vier Vorträge aber auch sehr werblich.

Die interessantesten Sessions des Tages

Nach einem leckeren Mittagessen folge ich dem Track „APIs & Mobile“. Der erste Redner ist Andreas Constantinou von Visionmobile. Ein super interessanter Vortrag wie Internet of Things Programmierer APIs nutzen. Er zeigt ein nest-Thermostat und fragt ob dies das Internet der Dinge ist. Antwort: Nein es ist nur ein Daten-Hub. Constantinou erläutert, dass die Apps hinter den Hubs das eigentlich wertvolle sind. Die physischen Produkte, seien es nun Thermostate, Fitness-Tracker oder was auch immer sind austaschbar. Er blickt außerdem in die Zukunft in der jedes Connected Device zum Point-of-Sale werden kann. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Auto, dass eine bestimmte Öl-Marke zum Nachfüllen vorschlägt, wenn ein Ölwechsel ansteht?

Für mich war das definitiv eine der interessantesten Sessions des Tages

Es folgt ein Werbevortrag über Mobile-Connect eine GSM basierte Authentifizierungsmethode und dann ein Vortrag über schlechte APIs dessen Quintessenz eine durchgängige und gute Dokumentation und natürlich ein von vorneherein berücksichtigtes Fehlerhandling ist.

Am Ende des Tracks folgt Streamdata.io, die aus pullenden APIs streamende APIs machen. Also statt ständig die Gegenseite mit Anfrage zu bombardieren, werden Updates vom Steamdata-Proxy gepusht. So kann Rechenlast, Bandweite und viel Repsonse-Zeit gespart werden. Ein Klasse Vortrag mit direktem Nutzen.

Coca-Cola und APIs

Nach einer kurze Kaffeepause geht es in die letzten Tracks. Hier schaue ich mir an, was Coca-Cola mit APIs macht. Pascal Morgan, IT Director Germany & Innovation Europe ist der Redner und die ehemalige Kassenhalle im Humboldt Carree ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Morgan macht sich erstmal eine Coke auf erzählt ein wenig wie er zu den APIdays eingeladen wurde. Storytelling kann er. Er erzählt ein wenig über Coca Cola, das Unternehmen, Coke Deutschland, die Produkte und den Beginn einer langen Reise deren Ziel es ist die Möglichkeiten und das Beste für das Unternehmen aus der Tec-Community herauszuholen. Er führt aus, wie wichtig es für Coca Cola ist die volle Kontrolle über Produktdarstellung, Produktinformationen, Texte, Inhaltsstoffe zu haben und wie schwierig dies im großen Coca Cola Konzern mit X Dienstleistern und noch mehr Verkaufsstellen umzusetzen ist.

Erste Überlegungen hierfür eine zentrale Datenbank aufzubauen gehen bis 1999 zurück. Richtig Bewegung in die Sache gebracht hat allerdings erst die EU Richtlinie 1169, die die Kennzeichnung von Lebensmitteln seit 2014 stark verschärft. „KO-BASE“ als zentrale Datenbank wurde eingerichtet aus der Aggregatoren wir z. B. Brandbank stets aktuelle und geprüfte Daten via API abholen können. Schön zu hören war, dass selbst für Coca Cola zig Monate ins Land gegangen sind bis alle Daten erfasst und zugeordnet waren, da stößt scheinbar auch ein Weltkonzern an Grenzen.

Am Ende des durchaus interessanten Einblicks in den Weltkonzern Coca Cola wird Morgan nach einer Vision für die Zukunft gefragt. Nun, er betont, dass Coca Cola hier ja erst am Anfang der Reise stehe und die KO-BASE Datenbank auch nur ein geschlossenes System sei, aber zum Beispiel Getränkeautomaten anzubinden, Apps die im Vorbeigehen auf die nächste Gelegenheit einer kleinen Erfrischung hinweisen oder Wearables, die feststellen wenn der User dehydriert und die nächste Cola oder ein Bonaqa braucht sind Dinge die er sich gut vorstellen kann.

APIdays Berlin APIdays BerlinAPIdays BerlinFazit

Mein Fazit vom ersten Konferenztag (den zweiten und den Hackathon habe ich ausgelassen um den Tekkies eine kleine Chance zu lassen ? ) war eine durchaus spannende und auch für Kaufleute in weiten Teilen verständliche Fachkonferenz. Mit tieferem Verständnis von der Technik hinter den APIs machen sicher die Gespräche am Rande über konkrete Probleme und Lösungsansätze einen zusätzlichen Reiz dieser Veranstaltung aus.

Bildnachweis:
Fotos (c) by Oliver Kraft

 

Kleine Content Katastrophen

Beim Versand von XING-News hatte wohl jemand zu früh auf „Absenden“ geklickt:

Teilen Sie uns bitte Ihre Meinung mit!

Wir möchten Sie zur Teilnahme an einer kurzen Internet-Umfrage zur redaktionellen Themenfindung einladen. Die Umfrage sollte nicht mehr a$

Und ich dachte schon mindestens b€ ….

Shopware 5 ist raus!

Heute ist offizieller Release-Tag der neuen Version von Shopware 5. Diese kann man ab sofort auf der Seite von Shopware herunterladen. Ebenso gibt es eine Demo-Version.

Der im Rahmen der Kinotour vorgestellte Film über das Unternehmen Shopware (ich schrieb darüber hier) ist ab heute ebenfalls für alle auf Youtube einsehbar, ebenso auf der Webseite der Shopware AG.

„Wir haben uns im Zuge der Entwicklung von Shopware 5 die Frage gestellt, was sich am Onlineshopping verändern soll, damit dem Kunden das Einkaufen im Internet noch mehr Spaß macht. Deshalb haben wir voll auf das Thema Emotion gesetzt. Neue, überarbeitete Einkaufswelten sowie ein neues Storytelling-Feature sollen den Kunden auf eine Abenteuerreise durch den Onlineshop schicken. Der Kunde soll Spaß daran haben, zu stöbern, zu entdecken, neue Produkte bzw. Hintergrundinformationen zu erkunden und vor allem zu erleben“,

sagt Shopware-Vorstand Sebastian Hamann.

Ebenso gibt es für Shopware 5 ab sofort ein responsive Frontend, was für die Sichtbarkeit bei Google zukünftig von Bedeutung sein.

Shopware 5 responsive

Shopware 5 gibt es nach wie vor in vier Varianten:

  • Community Edition (kostenlos und Open Source),
  • Professional Edition für 1.295,00 EUR inklusive aller „Advanced Features“ und 12-monatiger Subscription,
  • Professional Plus für 5.995,00 EUR mit 12-monatiger Subscription, „Advanced Features“ und  „Premium Plugins“,
  • Enterprise Edition als skalierbare High-Performance-Lösung inkl. Subscription

Alle Informationen sind verfügbar unter der Adresse www.shopware.com.

Bildnachweis:
(c) Shopware AG

Marktanteile der Shopsysteme in Deutschland (Infografik)

Uns hatte doch einmal interessiert, wie sich die Shopsysteme am deutschen Markt verteilen. Dazu hat es in der Vergangenheit schon die eine oder andere Statistik gegeben (bspw. Im Blog von Techdivision sowie im Blog von Netresearch). Mit einem Crawler haben wir uns angeschaut, welche Shopsysteme verwendet werden – insofern dies in irgendeine Art und Weise automatisiert erkennbar war.

Erste Überraschung: xt:commerce und seine Derivate sind mit einem Anteil von fast 30% doch noch stark vertreten. In anderen Statistiken werden diese gerne einzeln aufgelistet, so dass das jeweils bevorzugte Shopsystem besser da steht.

Die zweite Überraschung: Beinahe hätte es das TYPO3 Plugin „tt_products“ mit in die Auswertung geschafft. Aufgenommen wurde alles, was mindestens 10 mal in den Auswertungen auftaucht. tt_products gab es 9 mal.

Auch taucht hier ePages auf, das in anderen Statistiken gar keine Rolle spielt.

Marktanteile Shopsysteme Deutschland

Wie Sie Ihr Unternehmensblog garantiert mit Inhalten füllen

Unternehmensblog schreibenIch wette jeder hat es schon erlebt:

  • Man kommt auf eine Webseite, klickt auf „News“ und der Inhalt ist uralt
  • Man ist auf einem Unternehmensblog und der letzte Post ist von vor x Monaten

Die Frage, die man sich dann unweigerlich stellt: Gibt es das Unternehmen noch? Bin ich hier richtig?

Viele Firmen haben mittlerweile ein Unternehmensblog. Mit den besten Absichten gestartet versinkt es irgendwann in der Bedeutungslosigkeit.

Es gibt zwei Kardinalfehler die man bei einem Unternehmensblog machen kann:

  • Gar nicht oder unregelmäßig posten
  • posten, aber nur über sich selbst erzählen („Firma Meier erhält Auftrag von“)

Der Worst-Case: Beides gleichzeitig ….

Meistens scheitert es an einer fehlenden Systematik und daran, dass nicht die entsprechenden zeitlichen Ressourcen eingeplant werden.

Dabei ist es eigentlich ganz simpel das Unternehmensblog mit Inhalten zu füllen.

Schritt 1: Mindestens einen Verantwortlichen bestimmen

Wenn niemand verantwortlich ist, passiert nichts. Das mag trivial klingen, aber ich habe es schon oft genug mitbekommen, dass genau dieser erste Schritt nicht erfolgt ist. Am besten wählt man natürlich Leute aus, die wirklich Lust darauf haben – keinen Zwang bitte.

In Ihren Terminkalender gehört ab sofort eine feste Zeit in der Woche, in der Sie nichts anderes machen, als am Unternehmensblog zu arbeiten. Tun Sie das nicht, werden Sie garantiert im Tagesgeschäft untergehen, weil immer irgendetwas anderes dringlicher ist.

Schritt 2: Themen auswählen, Themenplan festlegen

Der zweite Schritt besteht darin, dass man sich Themen überlegt, über die man regelmäßig schreiben will. Eine schöne Methode ist diese:

Überlegen Sie sich für Ihren Bereich 12 Themen. Angenommen Sie posten zum Thema „Content-Driven E-Commerce“, dann könnten Sie sich folgende 12 große Themenkomplexe überlegen:

  1. Shopsysteme / Shoptechnologie
  2. Content Strategy
  3. Content Marketing
  4. Inbound Marketing
  5. Eventberichte
  6. Buchbesprechungen
  7. Kleine Content Katastrophen
  8. Interviews
  9. Conversionoptimierung
  10. Content-Tools
  11. Berichte aus der Praxis
  12. Entrepreneurship

Es ist übrigens kein Zufall, dass ich ausgerechnet 12 nehme – denn das ist ein Thema für jeden Monat des Jahres. Das bedeutet nicht, dass man rigide jeden Monat ein Thema abhandelt. Es hilft aber die Postthemen über das Jahr gut zu verteilen.

Schritt 3: Postfrequenz festlegen

Als nächstes überlegen Sie sich, wie oft Sie posten wollen oder können. Eine Daumenregel ist mindestens 1 mal pro Woche einen Post.

Wenn Sie allerdings sehr lange, hochqualitative und spannende Artikel bringen, kann es auch weniger sein.

Als grobe Daumenregel sind 1-2 Posts pro Woche schon gut und sollte mit einem Aufwand von 6-8 Stunden zu schaffen sein (nicht vergessen: Zeit reservieren!).

Schritt 4: Alle Artikel in einen Redaktionsplan eintragen, oder: Die Macht des Kalenders

In einem nächsten Schritt überlegen Sie sich Titel für Ihre Blogbeiträge. Angenommen Ihre Postfrequenz wäre 1 x pro Woche. Sie brauchen also pro Monat 4 Artikel. Sie können sich jetzt bspw. am Anfang des Monats  hinsetzen und für den laufenden Monat Titel zu einem der Themenkomplexe bestimmen, zum Beispiel so:

Woche 1 –  Thema: Content Strategy. Titel: So machen Sie einen Content Audit

Woche 2 – Thema: Interviews. Titel: Interview mit Erwin Runkel über die Zukunft des Redaktionssystems „MyCMS“

Woche 3 – Thema: Shopsysteme / Shoptechnologie. Titel: 19 Shopsysteme, die Sie höchstwahrscheinlich noch nicht kennen

Woche 4 – Thema: Berichte aus der Praxis. Titel: Endlich wissen wir, wie wir das Unternehmensblog gefüllt kriegen

Das tragen Sie jetzt alles verbindlich, mit Termin, in einen Kalender ein. Wenn Sie WordPress als Blogsystem verwenden, empfehle ich Ihnen die Verwendung der Extension „Editorial Calender„. Sie glauben gar nicht, was für einen Einfluss der Kalendereintrag auf Ihre Produktivität hat. Es gibt plötzlich keine Ausreden mehr, denn Sie haben per Kalender ein Committment abgegeben. Sie müssen das jetzt durchziehen.

Der Unternehmensberater Stephen Covey (das ist der Autor des Buches „The 7 Habits of Highly Effective People„) gab seinen Klienten den Tipp wichtige Dinge in einen Kalender einzutragen und als verbindlichen Termin – wie einen Geschäftstermin – zu betrachten. Wenn Sie bspw. mehr Zeit mir Ihren Kindern verbringen möchten, tragen Sie das 2 mal in der Woche in Ihren Kalender ein. Und kein noch so dringendes Anliegen kann das umwerfen, denn es steht im Kalender. So einfach ist das.

Und genau das machen Sie auch mit Ihrem Unternehmensblog: Sie tragen die Artikeltitel verbindlich in Ihren Kalender ein. Sie wissen jetzt was und wann Sie schreiben. Sie müssen jetzt „nur“ noch den Artikel schreiben.

Wenn Sie Angst vor der weißen Seite haben, dann habe ich einen Tipp: Setzen Sie sich hin und fangen Sie einfach an zu schreiben, egal was, vollkommen egal, welche Qualität das Geschriebene hat. Wenn Sie das 1 Minute lang machen, werden Sie merken, wie die Ideen und Sätze aus Ihnen heraussprudeln.

Wenn Sie so vorgehen, ist es auch einfacher das Schreiben für Ihr Unternehmensblog auszulagern: Sie haben einen Termin, ein Thema, einen Titel und idealerweise auch noch Keywords und eine Zielgruppendefinition oder gar Personas. Mit den Informationen kann tatsächlich auch ein externer den Artikel schreiben.

Allerdings empfehle ich immer, selbst zu produzieren. Denn schließlich möchten Sie „uniquen“ Content. Und wer könnter „uniquer“ sein, als Sie selbst?

Bildnachweis:
flickr.com Jochen Handschuh, Creative Commons: BY-NC 2.0

19 Shopsysteme die Sie höchstwahrscheinlich nicht kennen

Shopsysteme gibt es wie Sand am Meer. In der Regel reden wir aber primär über Shopware, Magento und Oxid – neuerdings auch über SphereIO oder Spryker.

Im Rahmen einer Studie die wir bei ZIMMER 19 gerade betreiben, fielen mir Shopsysteme auf, von denen ich noch nie etwas gehört hatte (oder wenn, dann nur eher selten).

Hier die Auflistung der von mir gefundenen Shopsysteme. Die Nummer 19 ist dabei mein Favorit. Ich wundere mich seit 2007, dass dieses System keinen breiteren Bekanntheitsgrad hat.

1. HHG Multistore

Dies ist eines der vielen xt:commerce Ableger und für Multistores gedacht. Es gibt eine kostenfreie Variante.

https://www.hhg-multistore.com/de

2. Commerce:SEO

Und noch ein xt:commerce Derivat:
https://www.commerce-seo.de/onlineshop-software-xt-commerce-seo/

3. Cludes

Cludes ist kein Shopsystem in dem Sinne, sondern versteht sich als „E-Commerce All in One Multi-Channel“-Lösung und bietet Anbindungen an mehrere Shopsysteme. Cludes enthält auch eine Warenwirtschaft und ein CRM.

http://www.cludes.de/

4. DBFakt Onlineshop

DBFakt ist ein Softwareunternehmen, das neben einer Warenwirtschaft auch eine Onlineshop-Software anbietet.

http://www.dbfakt.de/onlineshop

5. Websitex 5

Bei Websitex handelt es sich um einen Homepagebuilder, der auch über eine Shop-Modul verfügt:

http://www.websitex5.com/de/e-commerce.html

6. Get LFS

„LFS“ steht für „Lightening Fast Shop“ und basiert auf Python. Es ist Open Source und kostenfrei.

http://www.getlfs.com/

7. Mauve Webshopsystem

„Mauve“ ist eine Farbe und ließ mich unweigerlich an einen Loriot-Sketch denken, in dem Loriot fragt: „Gibt’s das auch in mauve?“.

Es handelt sich um eine Branchen-Lösung speziell für Apotheken.

http://www.mauve.eu/

8. Mondo Shop

Dabei handelt es sich um eine gehostete Lösung inkl. Warenwirtschaft und einigen anderen Features.

http://www.mondo-media.de/de

9. Orbiz Digitrade

 

http://www.orbiz.com/

10. Shopfactory

Shopfactory zielt auf kleinere und mittlere Unternehmen ab. Interessant finde ich eine Textpassage in der Merkmalsbeschreibung:

Mit mehr als 240.000 Webshops, die weltweit bereits von ganz normalen Geschäftsinhabern erstellt wurden, hat ShopFactory es wieder und wieder bewiesen: Sie brauchen kein Computergenie sein, um hochprofessionelle Onlineshops zu erstellen, die mehr Website-Besucher in zahlende Kunden verwandeln.

Ein sehr schwammiger Satz, der bedeuten könnte (aber zumindest suggeriert), dass Shopfactory 240.000 mal im Einsatz ist. Damit würden sie ganz locker ePages schlagen.

http://www.shopfactory.com/de/index.html

11. Silvercart

Silvercart ist ein Add-On zum CMS Silverstripe. Silverstripe ist ein PHP-basiertes CMS und unter der Open Source BSD License kostenfrei erhältlich.

http://www.silvercart.org (die deutsche Variante: www.silvercart.de)

12. SIQUANDO Shop

So etwas gibt es auch noch: Eine Desktop-Shopsoftware für Windows.

http://www.siquando.de/shop/

13. Smartstore

Ein Open Source ASP.NET Shopsystem, das als besonderes Feature eine „revolutionäre Shopbar“ hat. Klingt wie eine Kneipe aus dem anarchistischen Sub-Milieu.

http://www.smartstore.com/net/

14. Tell Target Webshop

Davon hatte ich tatsächlich noch nie gehört. Tell Target bietet sogar eine für Bands spezialisierte Shop-Variante.

http://www.poscich.de/shop/

15. Trade Scale

Dies ist eine cloud-basierte Shoplösung inkl. „Content-Management“. Den monatlichen Preisen nach zu urteilen, fokussiert man sich hier wohl auf Enterprise-Kunden.

https://www.ec-elements.com/de/e-commerce/tradescale/online-shop.html

16. Webs.de

Eine kleine Kuriosität ist webs.de, ein weiterer Open-Source PHP-basierter Webshop, der „eine Weiterentwicklung der ECB-Shop Software ab Version 1.0.8“ ist.

http://www.webs.de/

17. Xanario

Xanario verspricht ein universell einsetzbares System:

Durch die Zusammenstellung aus CMS, CRM, Shop, Blog, Kassensystem, Lagerverwaltung und weiteren Teilen, wird das System universell verwendbar und mit spezifischen Anforderungen fällt der Einsatz komplizierter, nicht kompatibler Einzelsysteme weg.

Ein interessanter Ansatz, der in die Richtung der Nummer 19 geht.

http://www.xanario.de/

18. nopCommerce

Diese Lösung ist ASP.NET basiert und benötigt einen MS SQL Server – also nichts für Linux-Freaks.

Dafür kommt nopCommerce aber mit einer ganzen Reihe von Features daher.

http://www.nopcommerce.com/

19. Apache OFBiz

Apache OFBiz ist ein Open Source Projekt, das es schon seit mehr als 10 Jahren gibt. Umso erstaunlicher ist, dass die allermeisten, mit denen ich spreche, davon noch nie etwas gehört haben. OFBiz ist erheblich mehr als „nur“ ein Shopsystem, sondern:

an open source product for the automation of enterprise processes that includes framework components and business applications for ERP (Enterprise Resource Planning), CRM (Customer Relationship Management), E-Business / E-Commerce, SCM (Supply Chain Management), MRP (Manufacturing Resource Planning), MMS/EAM (Maintenance Management System/Enterprise Asset Management), POS (Point Of Sale).

Das erstaunliche dabei ist, dass das Framework über alle Komponenten und Business-Anwendungen hinweg  immer gleich funktioniert. Objekte aus dem Onlineshop können auch im CRM verwendet werden. Statt also eine ganze Batterie von Einzelanwendungen zu haben, die aufwändig über Schnittstellen miteinander verbunden werden müssen, kann man sämtliche Business-Prozesse mit einem einheitlichen Framework abbilden.

http://ofbiz.apache.org/

Shopware Episode 5 – Berlin

Magento – erzittere!

Oxid – flehe um Gnade!

Denn ich habe gestern den Shopware Episode 5 Film gesehen und wurde wieder darin bestätigt, was ich an anderer Stelle schon geschrieben habe:

Wovor sich Magento oder andere Hersteller fürchten müssen, ist erst in zweiter Linie die Technologie oder die Feature-Liste dieses Shopsystems. Nein, es ist die Truppe dahinter.

Das wird im Image-Film von Shopware auch ganz klar herausgeschält. Hier ist eine Gruppe von Menschen im Münsterland, die an ihr Produkt glauben, die dafür brennen und gleichzeitig die Lust und die Freiräume haben Dinge auszuprobieren, ein wenig in die Glaskugel zu gucken – wie werden wir das Internet in 10 Jahren nutzen?

Wenn man sich die ersten 10 Minuten des Imagefilms anschaut, bekommt man richtig Lust und will auch bei Shopware arbeiten. Alles nette und sympathische Jungs und Mädels – und das ist im Film auch gar nicht gekünstelt, sondern eine Tatsache.

Es ist ein klarer Schwenk auf KMU erkennbar, was ich im Gegensatz zu Alexander Graf jetzt nicht so ganz überraschend, dafür aber konsequent finde. Viele KMU wollen und können nicht permanent ihre Agentur anrufen, wenn auch nur Kleinigkeiten zu erledigen sind. Die wollen das selber machen und es scheint, als böte Shopware 5 genau das. Ich jedenfalls habe Shopware bislang noch nie als Enterprise-Lösung betrachtet.

Alex Graf streift in seinem Beitrag auf Kassenzone ein Thema, das ich hochspannend finde – nämlich wie sieht der Internetagentur-Markt in 5 oder 10 Jahren aus. Vermutlich wird es die „Full-Service-Agentur“ wie man sie heute noch kennt, gar nicht mehr geben. Technische Innovationen wie etwa „The Grid“ werden die technischen Dienstleistungen der Agenturen weitestgehend obsolet machen (dazu hat sich auch Alain Veuve Gedanken gemacht). Ich für meinen Teil habe noch nie an das Full-Service-Konzept geglaubt. Mir kann keiner erzählen, dass er gleich gut Shoptechnologie, Design, Frontendentwicklung, Marketing, SEO, Conversionoptimierung, Unternehmensstrategie und was weiß ich noch beherrscht.

Shopware hat die Zeichen der Zeit erkannt und versucht sich, was ich sehr begrüßenswert finde, vom klassischen Onlineshopkorsett zu befreien. Dass man „Storytelling“ und „Responsive“ als ein Feature verkauft, finde ich sehr niedlich -aus Marketingsicht natürlich verständlich, weil das gerade irgendwie „hip“ ist und der Kunde das versteht. Aber es ist die Aufgabe des Händlers durch emotionalen und zielgruppengerechten Content seinen Onlineshop attraktiv zu machen – wenn das technisch unterstützt wird, super. Die meisten Onlinehändler werden da aber keine Erfahrung haben, die schaffen das ja nicht einmal ihre „News“ systematisch aktuell und interessant zu halten – genau da kommen dann wieder die „neuen“ Agenturen ins Spiel und können hier echte Hilfestellungen leisten. Genauso beim Thema „Limbic Types“ und „Emotional Commerce“.

Hat jemand bei Shopware schonmal darüber nachgedacht, ins Massenhosting einzusteigen? ePages ist damit sehr erfolgreich und wenn die Tendenz zum „Shopbetreiber kann alles selber machen“ geht, dann wäre das ein konsequenter Schritt.

Das „Shopware Episode 5“ Event hat mich wieder von Shopware überzeugt – und zwar menschlich.

Aber eine Frage habe ich noch: Bekommt man einen Kinosaal günstiger gemietet, wenn man vorab Trailer laufen lässt? Oder ist das so in die Filmvorführungs-Apparatur eingebaut, dass man das gar nicht weg machen kann? Oder diente das dazu noch mehr Kinofeeling aufkommen zu lassen?

Jedenfalls: Coole Veranstaltung – das muss erst einmal jemand nachmachen!

Und hier meine Fotostrecke:

Bildnachweis:
Udo Butschinek, Public Domain, ID-FC

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