Monthly Archives: Oktober 2014

Begriffe der Content Strategy

The Language of Content StrategyDieses kleine Buch, herausgegeben von Scott Abel und Rahel Anne Bailie, hat es wirklich in sich. Bei dem Buch handelt es sich um ein Nachschlagewerk, das verschiedenste Begriffe der Content Strategy definiert und näher erläutert.
Eine Reihe von Autoren stellt je einen Begriff dar, darunter bekannte Namen wie Anne Rockley, Noz Urbina oder Colleen Jones. Schon der Aufbau des Buches ist – im positivsten Sinne – sehr amerikanisch, da er auf Verständlichkeit und Anwendbarkeit aus ist.
Für jeden Begriff werden folgende Fragen beantwortet:
  • Was ist das?
  • Warum ist das wichtig?
  • Warum muss das ein Content Stratege wissen?
 An der Gliederung des Buches wird deutlich, wie sehr sich die nord-amerikanische Content Strategy von der deutschen unterscheidet:
  • Grundkonzepte
  • Basis-Deliverables
  • Technische Konzepte
  • Erweiterte Deliverables
  • Globaler Content
Schon bei den Grundkonzepten ist die Rede von Metadaten. Technische Konzepte beinhalten XML, adaptiver Content, Contentmanagement und mehr. Content Strategen in Deutschland beschäftigen sich ja stets ausschließlich mit dem „editorial“- Teil der Content Strategy.
Scott Abel macht bereits bei dem Grundbegriff „Content“ klar:
To develop effective content strategies, it is important to understand both the editorial and technical sides of content.
Editorially, content should be relevant, accurate, informative, timely, and engaging …
Technically, content should be standards-based, use well-formed schemas, be semantically rich for filtering and findability, and be structured to support automated delivery.
Das beantwortet auch die Frage einer Teilnehmerin beim Content Strategy Camp in Dieburg:

Die Antwort lautet „Ja“.

Um sich einen grundlegenden Überblick über das Feld Content Strategy zu verschaffen, ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen.

Es ist gleichzeitig auch ein „Who is Who“ der Content Strategy.

Und nicht zuletzt ist das Buch der lebendige Beweis dafür, wie man Inhalte automatisiert in ein Ausgabemedium publizieren kann, denn das Buch wurde ausschließlich in einem Confluence Wiki geschrieben und von dort automatisch in ein DocBook Format exportiert und mit XML-Stylesheets formattiert. Ohne manuelle Eingriffe.

The Language of Content Strategy
Scott Abel und Rahel Anne Bailie
2014, XML-Press
Bei Amazon

Bildnachweis

Udo Butschinek, Public Domain, ID-FC

Bericht vom Content-Commerce Camp Leipzig #cococa14

Blick von der Dachterrasse der Leipziger Foren

Nun ist es vorbei das 1. Content-Commerce Camp, das am 17.10. und 18.10.2014 in Leipzig statt fand.

Mir war zur Beginn gar nicht bewusst, dass ich mit diesem Barcamp nicht nur dem Thema „Content und E-Commerce“ eine gewisse Verbreitung verschaffen kann, sondern gleichzeitig einigen Leuten tatsächlich das Konzept eine Barcamps näher bringe.

Gefühlte 90% aller Teilnehmer war vorher noch nie auf einem Barcamp. Das gab mir anfänglich doch zu denken. Werden die Sessions voll? Und wie die voll wurden! Schon am ersten Tag gab es mehr Sessions als Slots, so dass wir 2 davon  auf den nächsten Tag legen mussten (meine eingeschlossen).

Der Sessionplan vom Content-Commerce Camp Leipzig ist hier abrufbar: bit.ly/cococa14.

Verkauf vs. Inbound-Marketing

Einen peinlichen Auftakt gab es in der ersten Session mit Hubspot. Obwohl vorher ausdrücklich instruiert, keine Produktpräsentation zu machen, sondern den Teilnehmern das Thema Inbound-Marketing zu vermitteln, ging es in der Session direkt hart in den Produktpitch. Also ganz gegen das Inbound-Marketing-Prinzip, was voll nach hinten los ging, als die ersten Teilnehmer den Raum verließen und ein weiterer in die Präsi reingrätschte, dass man keine Lust auf einen Produktpitch hat. Zwar bekam der Sessionhalter gerade noch die Kurve, unschön war es trotzdem.

Content ROI

Wie man durch guten Content einen ordentlichen Conversion-Uplift und 750% ROI hinbekommt, zeigte in seiner Session Danny Nauth von der Webarts AG.

Storytelling

Grundsätzliches zum Thema Storytelling und wie auch ein Unternehmen wie Spreadshirt versucht hinzubekommen verriet Dave Gorman. Hier gab es noch wertvolle Impulse für Spreadshirt, die für sich den Besuch des Barcamps schon rechtfertigte.

Emotional Commerce

Markus Kämmerer punktete mit seinen „7 Geboten des Emotional Commerce„. Hier zeigte sich schon beim Pitch, dass Listen immer funktionieren, als beinahe alle Hände nach oben gingen.

Automatisierte Textgenerierung

In der Pause gab es nochmals einen Schnellvortrag zum Thema „automatisierte Texterzeugung“ von Saim Alkan. Unternehmen, die jahrelang nur die harten Produktdaten in der Warenwirtschaft gepflegt haben (wir reden hier von vielen, vielen zehntausenden Produkten), können für einen Onlineshop nicht „mal eben“ noch Texte produzieren lassen. Hier kann aexea aus den Produktblättern ratzfatz Beschreibungen erzeugen. Sehr beeindruckend.

Bahnstreik am Samstag

Was keiner auf der Karte hatte und was sich auch nicht planen lässt: Bedingt durch die Bahnstreiks mussten eine Reihe von Teilnehmern am Freitagabend Hals über Kopf das Camp verlassen, da sie sonst bis Montag aus Leipzig nicht mehr weg gekommen wären. Das drückte natürlich stark auf die Teilnehmerzahl am Samstag, allerdings nicht auf die Laune oder die Qualität der Sessions.

Human Ressources und E-Commerce

Andreas Schöninger stellte das Unternehmen als Ganzes als Produkt dar und zeigte, dass auch dieses Produkt mit den gleichen Methoden für potenzielle Mitarbeiter „verkauft“ werden muss. Hier gab es einen regen Austausch. Super Session.

Content der fesselt bei Sheego

Elske Ludewig von eResult und Philipp Winkelhofer von Sheego / Schwab zeigten, wie man mit den richtigen Inhalten Besucher bekommt, ohne sich von Google abhängig zu machen und vor allem: Wie man herausfindet, welche Themen relevant sind, z.B. über das Bilden und die Analyse von Fokusgruppen.

Product Information Management als Content Management

Dann durfte ich auch endlich und sprach über eines meiner Lieblingsthemen, nämlich PIM und was das mit Content Management zu tun hat (siehe dazu auch hier).

User Generated Content

Annett Kretzschmar sprach über „User Generated Content“ und zeigt Beispiele von TKMaxx und anderen, bei denen das sehr gut funktioniert hatte.

Auch Karen McGrane war beim Content-Commerce Camp Leipzig

… naja, jedenfalls virtuell. Mein Sessionvorschlag war, den sehr spannenden und wie ich finde grundlegenden Vortrag „Adapting ourselves to adaptive Content“ zu zeigen. Die eine oder andere hat hier sicherlich noch einmal einen inspirierenden Impuls mitgenommen.

Danke, Danke, Danke

Ein echtes Bedürfnis ist es mir, mich bei den Sponsoren zu bedanken, die es ermöglicht haben, dass das Camp statt finden konnte:

Mein Dank gilt natürlich auch den vielen Medienpartnern, ohne die das Camp die Verbreitung, die es gefunden hat, gar nicht gegeben hätte und nicht zuletzt vor allem:

Den extrem netten und offenen Teilnehmern, die mit ihrem Interesse das Camp überhaupt erst lebendig gemacht haben!

Ich freue mich, wenn im nächsten Jahr alle wieder kommen.

Bildnachweis:
Udo Butschinek, Public Domain, ID-FC

10 Erkenntnisse vom Content Strategy Camp 2014 #cosca14


Gemeint ist hier „curved.de“ und „Symfonie“ (das Framework). Logisch: WordPress hat auch kein Entwickler-Framework, da muss man halt was nehmen, das funzt.

Content Strategy Camp 2014 #cosca14

Content strategy camp 2014So, jetzt ist es vorbei und ich bin wieder zu Hause. Und wie immer überkommt mich auch ein wenig der Blues, eben weil es schon wieder vorbei ist.

Leider konnte ich  beim Content Strategy Camp 2014 nur einen Tag dabei sein, das wie im vergangenen Jahr auf dem Mediencampus der Hochschule Darmstadt statt fand. Weil ich das wusste, habe ich beim Session-Pitch auch gleich den Streber gemacht und zwei Sessions vorgeschlagen.
Das hat zwar auf der einen Seite viel Spaß gemacht, leider konnte ich dadurch aber auch „nur“ zwei weitere Sessions besuchen.

Session Storytelling

Eine davon war zum Thema Storytelling und wurde gehalten von Peter Kleesattel, der in diesem Bereich schon ein paar Jährchen Erfahrung auf dem Buckel hat. Dabei ging es um den grundsätzlichen Aufbau von Stories und deren archetypischen Aufbau sowie um die Tonalität. Eine Zusammenfassung der Session findet sich hier.

Strategisches Content Marketing

Dann kam es zu einem Missverständnis. Mirko Lange stellte in einer Session sein Content Marketing Tool Scompler vor. Diese Session bestand aus zwei Teilen: Einem in dem die grundsätzliche Systematik erläutert wurde und einem, in dem es um das Tool als solchen ging. Im Session-Plan waren aber beide Teile mit dem selben Titel versehen, so dass ich – wie andere auch – annahm, dass es um 2x die gleiche Session ging. Ich nahm an dieser Session teil, wo es „nur“ um das Tool ging. Dieses unterstützt die grundlegende Systematik und hilft, bessere Inhalte besser zu verteilen. Scompler befindet sich aktuell in der Beta-Phase, für die man sich hier bewerben kann. Sicherlich ein sehr interessanter Ansatz.

Content Strategy verkaufen

In meinen Sessions ging es um die Frage „Wie verkaufe ich meinem Kunden eine Content Strategy?“. Denn das Problem ist, dass wir mit Content Strategy zwar die Antwort haben, allerdings brauchen wir die Frage des Kunden, die wir damit beantworten können. Inmitten des Tagesgeschäfts ist es für Kunden schwierig, den Nutzen von Content Strategy zu sehen, im Gegensatz zu uns Beratern, setzen sich unsere Kunden nicht täglich mit diesen Themen auseinander.
Es zeigte sich, dass viele Probleme, mit denen sich die Kunden herumschlagen – wie SEO oder Conversion Optimierung – stets auf die Grundfragen zurückgeführt werden können wie: Wer ist meine Zielgruppe? Wie tickt diese? Welche Inhalte brauchen diese in welchem Context und einiges mehr.
Wenn man nun von den konkreten Punkten rückwärts geht, wird auch für Laien klar, dass Content strategisch angegangen werden muss, denn damit sind die Grundfragen für die meisten nachfolgenden Dinge bereits geklärt.

Product Information Management

In meiner zweiten Session ging es um Product Information Management als Content Management. Doch darüber rede ich hier nicht, sondern beim #cococa14.

Wie im vergangenen Jahr war das Camp top-organisiert. Wie immer habe ich viele Leute kennenlernen und etwas lernen und geben dürfen. Dafür vielen, vielen Dank an das Orga-Team. Ein wenig kam auch schon eine Atmosphäre wie beim Klassentreffen auf, weil ich einige Leute aus dem vergangenen Jahr auch wieder traf. Deshalb freue ich mich schon auf das Content Strategy Camp 2015.

Bis denne.

Der Session-Plan mit verlinkter Zusammenfassung aller Sessions findet sich hier: bit.ly/cosca14

 

Bildnachweis:

Foto von Udo Butschinek, Public Domain, ID-FC

Content-Commerce Digest 09-2014

Niederbayern : Zalando

Wie das mittelständische Modehaus Pollozek im E-Commerce vorgeht. Gefunden auf Internet World Business.

Cheat-Sheets für das Marketing

Eine Liste von Cheat-Sheets die man immer wieder wird brauchen können. Gefunden auf kapost.com

5 Tipps für Kundeninterviews

… immer machen, auch wenn man denkt, dass man sie nicht braucht. Gefunden auf nyuentrepreneur.com

Die Betreffzeile in Emails

Praxisbericht eines rigorosen A/B-Splittests und wie man dabei vorgeht. Gefunden auf coschedule.com

Blogging erhöht den Marketing-ROI um das 13-fache

Gefunden auf venturebeat.com

Fehlen der wesentlichen Merkmale = Abmahngrund

Den Rechtsanwälten fällt aber immer etwas ein. Gefunden auf onlinehaendler-news.de

Wie Emails mehr Response erzeugen

Nämlich indem man von Hinten anfängt. Sagt zumindest Craig Jarrow.

Editorial Calendar für Social Media

… und warum das so wichtig ist. Gefunden auf marketo.com

Content Commerce – the next big thing

… sag‘ ich doch immer. Und das eStrategy-Magazin sieht es auch so.

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