Monthly Archives: September 2014

Was Content Marketer von Geiselverhandlungen lernen können

Content Marketer und GeiselnahmeWenn Profis in Verhandlungen mit Geiselnehmern treten, gehen sie nach einem klar definierten Protokoll vor.

Jede Verhandlung verläuft in 5 Stufen:

Stufe 1: Aktives Zuhören – Zuhören und dem anderen klar signalisieren, dass man auch wirklich zuhört (das erinnert an Stephen Covey, der in seinem Buch „The 7 Habits of highly effective people“ den Rat gibt: „Seek first to understand, then to be understood“).

Stufe 2: Empathie – Verstehen, was die Geiselnehmer zu dem treibt, was sie tun und wie sie sich fühlen.

Stufe 3: Rapport – die Geiselnehmer müssen die Empathie fühlen können.

Stufe 4: Beinflussung – erst wenn Vertrauen aufgebaut ist, hat man sich das Recht verdient, Problemlösungen vorzuschlagen und Handlungsalternativen aufzuzeigen.

Stufe 5: Verhaltensänderung – das Gegenüber handelt.

Warum ist das für Content Marketer relevant?

Für mich sieht das ziemlich nach den Stufen aus, die notwendig sind, um erfolgreich Content Marketing zu betreiben. Am Anfang steht das Erforschen,  Verstehen und Hineinfühlen in die Zielgruppe (Stufe 1+2). Über die Inhalte wird gespiegelt, dass man das Gegenüber versteht (Stufe 3). Erst dann kann man gezielte „Calls to Action“ einbauen – also registrieren, kaufen (Stufe 4), denen der potenzielle Kunde auch folgt (Stufe 5).

Viele fangen bei Stufe 4 an und möchten direkt zu Stufe 5 und wundern sich, warum das nichts wird.

Rand Fishkin hat einmal einen tollen Post auf Slideshare veröffentlicht, in dem er die absurde Vorstellung, die viele (und manchmal auch Content Marketer) von Content Marketing haben, zutreffend so darstellt:

Aber so funktioniert das nicht. Wenn Sie mit diesem Ansatz in Verhandlungen mit Geiselnehmern einsteigen würden: Gute Nacht Johanna.

Tatsächlich geht es um Beziehungs- und Vertrauensaufbau. Das ist im Content Marketing nicht anders, als in allen anderen Bereichen des zwischenmenschlichen Lebens.

Wenn Sie sich für die Details von Geiselverhandlungen genauer interessieren, dann kann ich Ihnen einen interessanten Blogpost von Eric Barker mit dem Titel „6 hostage negotiation techniques that will get you what you want“ empfehlen. Auch, aber nicht nur, für Content Marketer interessant.

Bildnachweis:
flickr.com, USAG-Humphreys, Creative Commons, BY – no changes made.

Was man von Panini über Kundenorientierung lernen kann

In diesem Post geht es um Kundenorientierung, um das Zuhören, das Ausrichten auf eine Zielgruppe und vor allem aber auch: Menschlichkeit.

Wenn ich mir die Begriffe anschaue, mit denen wir täglich konfrontiert sind um, beständige Unternehmen und Onlineshops anzuschauen, scheint es mir, als würden gelegentlich die ganz einfachen Maßnahmen vergessen. Ich meine Begriffe wie: Content Marketing, Inbound Marketing, ROI, SEO, Redaktionspläne, KPI … you get the drift.

Meine Tochter hatte sich nämlich eine „My Little Pony„-Zeitung gewünscht (ich vermeide es ja immer mit Kind einkaufen zu gehen) und bekommen. Als Beigabe gab es ein Zeichensmartphone, also so ein Teil, auf dem man rummalen und das Gekritzel hinterher wieder löschen kann.

Das Ding war keine 5 Minuten aus der Packung, da kam meine Kleine in Tränen aufgelöst zu mir – natürlich sollte ich reparieren. Was aber leider nicht mehr ging. Ein Drama!

Also schlug ich vor, dass wir doch am besten einmal dem Hersteller eine Email schicken und unser Leid beklagen.

Die Email las sich dann so (angehängt waren ein Kind mit tränenüberströmten Gesicht, ein Foto des „Smartphones“ und ein Bild):

Lieber Herr Panini,

Heute hat meine Mama mir eine My Little Pony Zeitung gekauft, mit Zeichensmartphone! Was habe ich mich gefreut! Doch nach 5 Minuten war es schon kaputt (siehe Foto)! Ich bin jetzt sehr, sehr traurig (siehe anderes Foto)!

Kannst du mir helfen (meine Eltern sind vor dem Nervenzusammenbruch)? Bitte!!

Danke,

Deine Elly.

P.S. Ich habe dir auch noch ein Bild gemalt. Links bin ich (ganz traurig) und rechts mein kaputtes Smartphone.

Email an Panini

Darauf kam auch prompt eine Antwort:

Liebe Elly,

wir haben deine Reklamation erhalten. Es tut uns leid, dass in deinem Heft ein defektes Extra beigelegt war.
Ich schicke dir natürlich so schnell wie möglich Ersatz. Bitte sende mir deine Adresse zu J

Liebe Grüße,
Alisa

Antwort von Elly:

Liebe Alisa,

das wäre ganz wunderbar!

Meine Adresse:
###ADRESSE###
Ich freue mich sehr und verspreche mein Taschengeld eines Tages für alle My Little Pony Zeitungen auszugeben (aber nicht meinem Papa sagen).

Danke,

Deine Elly

Es hat zwar ein wenig gedauert, aber ein paar Wochen später kam tatsächlich ein Paket für Elly an. Darin waren ein neues (funktionierendes) „Smartphone“, Lipgloss und noch irgendein Teil.

Und so waren mit 3 Emails und einem Päkchen alle glücklich und dass ohne automatisierte Emails, die von noreply@irgendwas.de kommen.

Vielen Dank an Panini – und ich verspreche, bei der nächsten EM ein Album zu kaufen und es vollzukleben!

Bildnachweis:
(c) 2014 Elisabeth Schmieder

Der klassische Handel stirbt – na und?

Der klassische HandelJedenfalls ist dies seit Jahren immer wieder zu lesen. Exemplarisch nachzulesen hier und hier.

Als Bösewicht wird dabei natürlich der E-Commerce ausgemacht, der kalt und berechnend den braven lokalen Händlern das Wasser abgräbt.

Es stellt sich zunächst die Frage, was denn „der klassische Handel“ ist.

Für mich fällt unter „klassischer Handel“ jedewede Form von Kaufhäusern gleich welcher Größe, die ein Sammelsurium von Artikeln anbieten, deren Hersteller sie selbst nicht sind. Gewinn resultiert dabei aus der Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis (Handelsspanne).

Im 20. Jahrhundert – bis kurz vor Internet – brachte der klassische Handel Waren in die geographische Nähe des Kunden, was meiner Erachtens gleichzeitig der wesentliche Nutzen war, den der Handel dem Kunden bot. Als Belohnung durfte sich der Handel die Handelsspanne einstreichen.

Was ist durch das Internet und den E-Commerce anders geworden?

Mit dem Aufkommen des Internet bot sich nunmehr auch für den kleinsten Hersteller die Möglichkeit seine Waren selbst feilzubieten und auch von potenziellen Kunden auf einfachste Art gefunden zu werden (wer mal in den 70er oder 80er Jahren versucht hat, an bestimmte Platten – also LPs – zu kommen, weiß wovon ich rede). Durch den direkten Einkauf beim Hersteller konnte man Geld sparen (weil ja die Handelsspanne wegfällt), die Preistranzparenz nahm zu und die Waren kommen zu einem, anstatt man selbst zu den Waren fährt.

Zwei Trends

Für die Zukunft sehe ich zwei Trends:

  1. Eine Verlagerung zum Hersteller unter Umgehung der Handelsspanne
  2. Thematische Fokussierung von Sortimenten

Alle Macht dem Hersteller

Das Internet ermöglicht es dem Hersteller sein Produkt direkt an den Kunden zu verkaufen. Das wiederum sorgt dafür, dass auch hochwertige Produkte viel günstiger zu haben sind, als im klassischen Handelsmodell. Ein Beispiel hierfür wäre etwa die Teekampagne: Reiner Darjeeling Tee wird unter Umgehung des Zwischenhandels direkt verkauft, wodurch ein hochqualitativer Tee zu einem 1/4 des üblichen Handelspreises gekauft werden kann.

Grundsätzlich kann ich mir gut vorstellen, dass es zukünfigt eine Verschiebung zugunsten des Long-Tail geben wird. Also hochspezialisierten Nischenprodukten, die direkt beim Hersteller eingekauft werden.

2 Beispiele für E-Commerce-fähige Handelsformen

Das bedeutet aber nicht, dass der klassische Handel gar keine Zukunft hat. So kann eine Möglichkeit darin bestehen, das Produktsortiment entsprechend auszuwählen und besondere Produkte anzubieten. Händler betätigen sich dabei als Kuratoren, die Artikel zu einem bestimmten Oberthema zusammentragen.

Spontan fallen mir dazu zwei Kandidaten ein, die das vorbildlich machen:

  • Manufactum.de: „Es gibt sie noch, die guten Dinge“. Hier werden Artikel aus allen Regionen zusammengetragen, die es in dieser Form nur noch vereinzelt in Manufakturen gibt und die einen enormen Zeitaufwand verursachen würden, wollte man sich selbst auf die Suche machen.
  • Proidee.de: Proidee ist ein Kurator von ausgefallenen Produkten, die meistens lästige Alltagsprobleme auf originelle Weise lösen. Die Produkte werden sorgfältig zusammengetragen und mit einer zusätzlichen Garantie versehen.

Sowohl Manufactum als auch Proidee haben lokale Geschäftsläden.

Es kann eigentlich niemand mit Gewissheit sagen, dass der klassische Handel stirbt und dass es einen stationären Handel wie wir ihn noch kennen, bald nicht mehr geben wird. Ich wäre mit solchen Vorhersagen auch immer vorsichtig.

Doch wenn das der Fall wäre: So what?

Das flapsige „na und?“ im Titel soll anzeigen, dass es sich um einen Prozess handelt, der durch technologische Umwälzungen eingeleitet wurde und in dessen Folge es vorübergehend auch zu Abwehrreaktionen mit teilweise lächerlichen Vorschlägen kommt. So, wenn etwa vorgeschlagen wird, dass Onlineshop am Sonntag zu haben sollen.

Stecken darin nicht auch Chancen für den Handel?

Bildnachweis:
flickr.com, Uwe Kaufmann, Creative Commons, BY

Content Marketing = Educational Marketing

educational marketingEducational Marketing. So, jetzt habe ich noch ein Wort in die Welt posaunt und damit die allgemeine Verwirrung um Content Marketing und Content Strategy noch weiter getrieben.

Den Ausdruck „Educational Marketing“ oder „Education-Based Marketing“ habe ich von dem amerikanischen Unternehmensberater Chet Holmes übernommen. Der hat ein Buch verfasst mit dem Titel „The Ultimate Sales Machine„. Dieses Buch kann ich jedem Unternehmer und Onlineshopbetreiber wärmstens empfehlen.

Der Ausdruck fasst sehr gut zusammen, wie gutes Content Marketing funktionieren sollte.

Chet Holmes macht die folgende Überlegung:

Unabhängig von der konkreten Dienstleistung oder dem konkreten Produkt, gibt es in einer beliebigen Gruppe von Leuten stets folgende Einteilung hinsichtlich der Kaufbereitschaft:

  • 30% haben kein Interesse
  • 30% meinen, dass sie kein Interesse haben
  • 30% haben dazu noch keine Meinung
  • 6-7% sind dafür offen
  • 3% kaufen sofort

Dann macht er das folgende Gedankenexperiment: Wenn ich in einem Stadion stehe mit 50.000 Leuten und ich fange an, von meinem Produkt zu erzählen, würden nach dieser Aufteilung gute 97% aufstehen und rausgehen.

Wie bekommt man es hin, dass alle interessiert auf ihren Sitzen bleiben?

Antwort: Mit Education-Based Marketing, bei dem der Wert der vermittelten Informationen so hoch und elementar ist, dass jeder zuhören muss (wie Chet Holmes sich das konkret vorstellt, kann man genauer in dem Buch nachlesen). Was sich dabei von selbst ausschließt wäre: „Hallo, wir sind die Firma XYZ und wir stellen ABC her“.

In den Worten von Holmes:

.. and here’s a line you should write down: you will attract way more buyers if you are offering to teach them something of value to them than you will ever attract by simply trying to sell them your product or service.

Chet Holmes macht auch klar, dass „Educational Marketing“ kein reiner Altruismus ist, sondern schlussendlich auch zu Umsatz führen soll.

  1. Offering an education that helps the buyer is going to get more buyer interest.
  2. If the information is actually good and userful, it automatically repositions you in the mind of the buyer as much more of an expert than all your competitors. …
  3. If you think and plan strategically, you will find a way to weave that information in such a way that ultimately sells your services far better than you could ever sell them by simply flat-out pitching your product. …

Das klingt doch schon sehr nach Content-Marketing, oder nicht? Natürlich möchte ich kein weiteres Buzzword in den Äther werfen, aber der Ausdruck „Educational Marketing“ bzw. „Education-Based Marketing“ erinnert sehr gut daran, worum es dabei geht.

Bildnachweis:
flickr.com, Sean MacEntee, Creative Commons: BY

 

Kleine Content Katastrophen

Screenshot BillchimpBillchimp ist ein Online-Service, mit dem kleine Unternehmen und Freelancer ihre Rechnungen erstellen und verwalten können. Der Service ist kostenfrei und warum der Service von Billchimp kostenfrei ist, erklärt man auf der Webseite so:

Wir wollen die ganze Welt sehen lassen, zu welchen Entwicklungen wir in der Lage sind. Denn, was wäre eine bessere Methode, um seine Kapazitäten an so viel möglich Leute gleichzeitig sehen zu lassen? Genau!

Ja, genau!

Durch unsere Software kostenlos anzubieten.

Durch mein Lesen von diesem Satz ich gehörig darüber gestolpert zu sein

Was die Zukunft bringt, weiß man ja nie. Aber ein Ding ist sicher…

Yeah, one thing is sure.

Wenn Content ein strategisches Asset ist, dann ist es auch internationalisierter Content. Es verbietet sich nicht nur, Inhalte einfach blind 1:1 übersetzen zu lassen, sondern erst recht, das durch eine Software erledigen zu lassen.

Billchimp fragt:

Ist es wirklich war?

Ich frage: Muss es wirklich sein?

Aber der Affe ist irgendwie niedlich …

Youtube Videos erfolgreich machen

Wie kann man Youtube Videos erfolgreich machen? Diese Frage stellte mir kürzlich ein Kunde, der sich darüber wunderte, dass manche Videos bei Youtube unglaublich hohe Klickraten haben. Ob man diese wohl einkaufen könnte? Meine Antwort war „Ja, das kann man und ist auch gar nicht so teuer, aber bringt nichts“.

Will man Youtube Videos erfolgreich machen, gehört eine ziemliche Portion Vorbereitung dazu. So bspw. Kenntnisse über das Informations- oder Unterhaltungsbedürfnis der anvisierten Zielgruppe.

Andreas Graap von webvideo.com hat sich in einer Studie die erfolgreichsten 100 Youtube-Kanäle vorgeknöpft und sich angeschaut, welche Merkmale diese haben. Die exakten Merkmale variieren je nach Thema, das dieser Kanal anspricht, also ob es sich um Musik, Games oder Comedy handelt.

Wichtigste Erkenntnis: Wie immer im Marketing und vor allem Content-Marketing gibt es kein „Husch, Husch“. Der Erfolg ist das Ergebnis beharrlicher Ausdauer und Kontinuität. Das gilt es festzuhalten. Keiner macht sein erstes Video und hat direkt 2 Mio Klicks. Nebenbei bemerkt ist die Anzahl der Klicks nur ein Kriterium. Wichtig ist ebenso die Frage: Wer klickt?

Es gibt einiges, was Kanalbetreiber auf YouTube tun können, um an ihrem Erfolg zu arbeiten. Dazu gehört das regelmäßige Hochladen von Videos -denn mehr Videos bedeuten mehr Views und mehr Abos – womit natürlich
das Einstellen gut produzierter Videos gemeint ist.

Aus der Studie von Andreas Graap S. 30 – gibt es hier zum Download.

„Gut produziert“ heißt dabei – nach meiner Auffassung – nicht unbedingt „professionell“, sondern in akzeptabler Qualität. Der Inhalt spielt ja auch eine Rolle.

In der Summe trägt Andreas Graap 5 „Best-Practices“ zusammen, um Youtube Videos erfolgreich zu machen:

Erfolgsfaktor 1: Die Länge

Das Video sollte nicht zu lang sein. Die durchschnittliche Länge der Top 10 Videos liegt bei knapp über 7 Minuten. Dabei ist zu beachten, dass Videos in unterschiedlichen Sparten unterschiedlich lang sind bzw. sein können.
Tipp: Am besten schaut man sich die Videolängen der erfolgreichsten Videos im eigenen Segment an und richtet seine eigene Videolänge danach.

Erfolgsfaktor 2: In-Video-Programmierung nutzen

Mit In-Video-Programmierung kann man das eigene Kanal-Logo und Links zu anderen Kanalvideos in jedes Video des Kanals einfügen. Wie das geht wird hier erklärt.

Erfolgsfaktor 3: Individuelle Thumbnails

Lädt man ein Video bei Youtube hoch, dann werden aus den Bildern des Videos automatisch 3 Thumbnail-Bilder erzeugt, die man dann als Vorschau auswählen. Dass das nicht immer die Bilder sind, die einen Youtube-Nutzer ansprechen liegt auf der Hand. Deshalb bietet Youtube die Möglichkeit eigene Thumbnails hochzuladen. Diese kann man dann so wählen, dass sie zum Klick animieren (man kann hier natürlich auch schön testen). Wie das geht wird hier erklärt.

Erfolgsfaktor 4: Mit Opener starten

Hilfreich ist, wenn das Video einen Opener hat. Dieser Opener sollte kurz und knackig erklären, worum es im Video geht und warum ich mir das weiter anschauen soll. Ist das Video lang und hat keinen Opener, verliert man die Nutzer schnell und das Video wird nicht angeschaut (was wiederum das Ranking auf Youtube beeinflusst). Der Opener sollte dabei vielleicht 5-7 Sekunden haben.

Erfolgsfaktor 5: Links zu anderen Kanalvideos

Es erscheint plausibel, dass im Kanal verlinkte Videos zu mehr Views führen.

Erfolgsfaktor 6: Social Media nutzen

Für die Erbsenzähler: Oben habe ich von „5 Erfolgsfaktoren“ gesprochen, ich weiß. Andreas Graap zählt diesen nicht explizit als Faktor mit auf, ich finde aber, dass der hier mit dazugehört: Aktive Social-Media-Konten führen nämlich zu mehr Abonnenten (mehr Abos = langfristig mehr Views).

Kanäle, die wenigstens ein aktives Social Media Konto betreiben, konnten fast doppelt soviele neue Abonnenten verbuchen, also Kanäle ohne Social Media Konten.

P.S.: Bei seinem Vortrag auf dem Content Summit in Düsseldorf, hatte Andreas Graap sehr schöne Beispiele von Teenagern, die regelrechte Youtube-Stars sind und diese Faktoren meisterlich beherrschen. Wenn die das können, kann Ihr Unternehmen das auch, meinen Sie nicht?

Hier noch eine Infografik von webvideo.com, in der die Ergebnisse aufbereitet sind:

YouTube Studie

Kleine Content Katastrophen

Bezüglich des Themas Datenschutz mache ich mir keine großen Illusionen. Das war gegessen an dem Tag, als die Digitalisierung eingeleitet wurde. Am Tracking und der Auswertung der Daten, die ich im digitalen Universum hinterlasse etwas ändern und schützen zu wollen, ist sinnlos.

Wenn aber schon Daten gespeichert werden, dann sollte man doch so sensibel damit umgehen, dass Dritte keinen Einblick in meine Daten erhalten.

Kurt Tucholsky hat mal gesagt, dass das Gegenteil von „gut“ „gut gemeint“ ist.

In dem Versuch – wie ich vermute – dem Nutzer irgendeine praktische Funktion zur Verfügung zu stellen, wird bei Kapost Leuten, die das gar nichts angeht, Daten aus der eigenen Lead-Datenbank präsentiert.  Und Schwupps weiß ich, wer sich noch so für Kapost interessiert.

Das ist passiert:

Ich bekam einen Newsletter von Kapost, in dem mir ein kostenfreies E-Book angeboten wurde mit dem Titel „Masters of the eBook – Insights from the Best in the Business“. Das klang ganz interessant, also folgte ich dem Link.

Auf der Seite konnte ich  meine Daten eintragen (die waren schon vorausgefüllt) und dann auf „Download“ klicken.

Als ich das machte, kam folgender Screen (ich habe natürlich die empfindlichsten Daten geschwärzt. Da steht der Name und die Straße mit Hausnummer):

Kapost Screenshot„Please verify your company“ und dann eine Auflistung aller Firmen die „Zimmer“ in den Daten haben. „None of the above“ habe ich dann gewählt.

Ist das zu fassen? Ich frage mich, was damit bezweckt wird. Vielleicht ist das auch gar keine praktische Lösung für den Nutzer, sondern ein Versuch das Marketing zu verbessern, um die Leads besser zuordnen zu können.

So etwas ist mir bislang auch noch nie passiert. Was halten Sie davon?

Content-Commerce Digest August 2014

Content braucht Strategie: Sieben Impulse für Kommunikation und Marketing

„7 Impule für Kommunikation und Marketing in einer digitalisierten Welt“ – Interessant für alle, die nicht bei der Content Strategy Forum Conference dabei waren. Gefunden auf WUV.

Alle hassen ihr Content Management System

Paul Hoag erklärt, warum wir dem Backend ebenso viel Aufmerksamkeit schenken müssen, wie dem Frontend.

Conversion-Optimierung für Anfänger – kostenfreier Download

Kostenfreies PDF zum Download über Conversionoptimierung. Schönes Zitat aus dem Buch:

“One accurate measurement is worth more than a thousand expert opinions” – Admiral Grace Hopper

Das Buch gibt es hier zum Download auf Qualaroo.

Conversion verbessern mit Farbpsychologie

Ich bin ein Fan angewandter Wissenschaft. Deshalb machen mir solche Beiträge wie dieser auf Kissmetrics richtig viel Spaß. Vielleicht können Sie ja was davon verwerten.

5 psychologische Prinzipien von hoch-konvertierenden Webseiten

  1. Das Gesetz der Prägnanz (angewandte Gestalt-Psychologie)
  2. Gesetz vergangener Erfahrungen
  3. Das Prinzip der Kosten-Nutzen Analyse
  4. Fitt’s Gesetz
  5. Gesichtererkennung

Eine sehr ausführliche Darstellung dieser Prinzipien mit Fallstudien auf entrepreneur.com.

Angewandte Psychologie 3: 5 Tipps für besseres Content Marketing

Gefunden auf Singlegrain.

Content Marketing „Growth Hacks“

9 Hacks und ein Hinweis, warum es im Content Marketing geht. Gefunden auf unbounce.com

Wie man die Conversionrate auf Smartphones verbessert

Gefunden auf conversionxl.com

Kostenfreies Tool zum Sammeln und Auswerten von Webdaten

import.io

10 Alternativen zum Google-Keyword-Tool

Es gibt sie noch: Die Welt jenseits von Google. Juhu! Gefunden auf panorama.net

Die perfekte Headline

Aus fast 1 Million Headlines hat man Noah Kagan auf OkDork die Gemeinsamkeiten der idealen Headline herausgefiltert. Ob das auch im deutschen Sprachraum funktioniert?

E-Commerce Content Strategy

Sehr langer und grundlegender Artikel zum Thema Content Strategy und E-Commerce von Dan Kern auf goinflow.com

Wie man eine Content Strategy erstellt (in nur 652 Schritten)

Gefunden auf portent.com.

E-Commerce ist der Motor – und Content der Fahrer

Das ist mal wieder Wasser auf meine Mühlen! Schön zu wissen, dass man auf der Welt nicht allein ist.

Key-Takeaway:

To put it simply, creating a multichannel and relevant e-commerce strategy is now truly about creating a multichannel and relevant content and marketing strategy.

Und das bedeutet, CMS und Shop zusammen zu bringen!

Gefunden auf cmswire.com

Wie man ohne Content Backlinks aufbaut

… und ohne in Blogs zu kommentieren 😉 Nützlich und lesenswert. Gefunden auf backlinko.com

Warum Ausgabegeräte sekundär sind …

… und warum es auf Kommunikation und Content ankommt. Ausgabegeräte sind nur ein Mittel. Gefunden auf beyondevic.es

Die Content-Marketing Pyramide

Wie bekommt man es hin schnell viele und guten Content zu erzeugen? Da kann die Content-Marketing Pyramide Klarheit bringen. Gefunden beim Content Marketing Institute. Wo sonst?

10 Content-Marketing Tipps

… aus der Small Business Trend Community.

Storytelling: Wie man Geschichten des Kunden transportiert.

Ein Interview – gefunden auf PR-Blogger.

Die eingebaute Conversionoptimierung: Storytelling im E-Commerce

Ähem … ein Beitrag von mir im Blog des BEVH.

3 Tipps für bessere Produktbeschreibungen

Und die kommen von niemand geringerem als der Norman-Nielsen Group.

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