Monthly Archives: Dezember 2013

Was, wann, wer, wo und wie

Ebenfalls aus der „Secret Santa“-Reihe ein Artikel über die berühmten 5 Ws und ihren Zusammenhang mit Content Strategy:

How what when why where who is my favourite model for any strategy or planning. This can be applied to anything, at both the strategy and tactical levels. Hilary uses this as her definition of content strategy and it is equally applicable to planning some specific copy.

Secret Santa 2013: How I’ve been learning about content strategy

This post was written as part of Blog Secret Santa. There’s a list of all Secret Santa posts, including one written by Max Johns, on  Santa’s list of 2013 gift posts . Well, it’s been an amazing and full of exciting experiences for me. Furthermore, this santa blog draw […]

Der Autor beschreibt die Kanäle auf denen er sich mit Content Strategy auseinandergesetzt hat. Ein schöner Überblick für alle, die gerade damit durchstarten.

When I start thinking how my 2013 has been so far and how I’ve got this interest about Content Strategy, I can see how much you can learn and improve your knowledge about something, when you really want to learn.

Eine Liste der 10 besten Content Strategy Artikel aus 2013

Eine Liste der 10 besten Artikel zu „Content Strategy“ hat Ahava Leibtag zusammengestellt:
10. No model survives first contact with real content
9. The Trouble with ‘Content,’ Part I
8. The “Statement of Work” Wormhole
7. The Future of Google Search:
6. The Intersection of User Experience, Customer Experience and Corporate Strategy: The Holy Grail for 21st Century Business?:
5. “Like”-able Content: Spread Your Message with Third-Party Metadata
4. Web Experience: Content is Critical for Web Success
3. Avoid Category Names that Suck
2. Data Sets you Free

1.The Importance of Visualisation – Mapping the Way Forward

Hier geht es zum Originalartikel mit Links zu allen Artikeln:  onlineitallmatters.blogspot.com

The stranger’s long neck – oder warum ein Content Audit nicht immer Sinn machen muss

Der folgende Beitrag ist ein Zwitterwesen: Halb Kommentar zu einem Blogbeitrag, halb Buchbesprechung.

Ich stolperte kürzlich über einen Artikel von Gerry McGovern:

http://gerrymcgovern.com/new-thinking/when-content-audits-are-not-good-idea

Der Artikel handelt davon, dass es Situationen gibt, in denen es nicht sinnvoll ist, einen Content Audit zu starten, weil schlicht die Menge des vorhandenen Content zu groß und veraltet ist.

Für alle, die mit dem Begriff „Content Audit“ nichts anfangen können:

Ein Content Audit wird zu Beginn der Entwicklung einer Content Strategie durchgeführt, um sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, was eigentlich an Content vorhanden ist und ob dieser noch passt, aktuell und qualitativ hochwertig ist (siehe auch hier). Dies bildet im Ablauf der Content Strategie-Entwicklung den ersten Schritt. Ein Content Audit ist auch sinnvoll, wenn man „nur“ einen Relaunch plant, denn Webseiten haben die Eigenschaft mit der Zeit zu wuchern. So findet sich dann jede Menge Veraltetes und Müll auf größeren Webseiten. Und wenn man schon keine Content Strategie hat, dann sollte man zumindest beim Relaunch die Chance zur Entrümpelung nutzen. Ich würde vermuten, dass der Müllanteil über die Zeit und mit der Größe der Webseite exponentiell anwächst.

Das Team, von dem Gerry McGovern schreibt, hat nämlich etwas – wie ich finde – extrem Cooles gemacht. Die waren zwar nicht die Ersten die so verfahren sind, nichts desto weniger beeindruckt mich das sehr.

Bei einer extrem großen Webseite mit mehr als 100.000 Webseiten fing das Team mit einem Content Audit an, was sich bei der Größe als extrem zeitaufwändig herausstellte:

It was often hard to find the original owners of the pages. When they were found they often didn’t want to delete any content, even content that had been identified by objective measures as useless. It was estimated that it would take years and years to clean up the site. What was worse was that lots of new content was being published every day.

Das kennt man: Völlig egal, ob der Content für den Nutzer Sinn macht, oder nicht, ob er gelesen wird, oder nicht, will jeder Content-Besitzer (häufig sind das auch Abteilungen) sein Zeugs veröffentlicht sehen. Das erinnert mich an den Geschäftsführer für den die Webseite extra für Internet Explorer 6 optimiert werden muss (und zwar für teuer Geld), weil der Geschäftsführer – und nur der – ihn noch verwendet.

Also machte man folgendes: Es wurden zunächst die „Top Tasks“ der Nutzer identifiziert. Also die Hauptaufgaben, die die Nutzer der Webseite erledigen wollen/müssen (dazu gleich mehr).

Aller Content, der nichts mit diesen Hauptaufgaben zu tun hatte, wurde gnadenlos rausgekickt.

Das waren hier locker 97%!

Und dann guckte man mal, wer sich so beschweren würde…

Aber es kamen keine Beschwerden. Keine Sau hat es überhaupt bemerkt, dass 97% des Content nicht mehr da war!

Wie cool ist das denn?

Thomas Pleil kommentiert das wie folgt:

Ja, das ist weit von der reinen Lehre entfernt, vermutlich aber deutlich kostensparend.

Würde ich auch sagen.

Aber was hat es mit den Hauptaufgaben auf sich?

Gerry McGovern ist der Autor eines sehr empfehlenswerten Buches mit dem Titel „The stranger’s long neck„. Der Titel ist eine explizite Anlehnung an Malcom Gladwell’s „Long Tail“ Theorie. Mit dem Unterschied, dass McGovern sich auf den Hals konzentriert.

  • Long Tail„Der Hals“: Das ist die lange Säule ganz links. McGovern sagt, dass 5% der Inhalte auf Webseiten 25% des Content-Bedarfs decken.
  • Der Körper: Etwa 35% der Inhalte decken 55% des Bedarfs.
  • Der „Long Tail“ oder die „tote Zone“: 60% der Inhalte wird nur in 20% der Fälle nachgefragt.

Gerry McGovern sagt nun, dass jeder Webseitenbesucher eine bestimmte Aufgabe zu lösen versucht, wenn er die Webseite besucht:

1. Every Web site has a small set of tasks that deliver a huge amount of value. These are the top tasks and they exist in what I call the Long Neck.

2. Every Web site has a large range of tiny tasks. Carefully managed, these tasks have the potential to deliver value, but they also have real potential to destroy value by getting in the way of the top tasks.

3. Manage the top tasks, not the content or the technology. Focus relenflessly on helping your customers complete the top tasks as quickly and easily as possible.

„The Stranger’s long Neck“, Seite 3-4, Hervorhebungen von mir

Um das an einem Beispiel verständlich zu machen, was damit gemeint ist: Im Buch beschreibt McGovern ein Relaunch-Projekt für den Britischen „National Health Service“. Die Seite quoll vor Content über und keiner fand sich mehr zurecht. Also fing man an herauszufinden, was denn die „Top Tasks“ waren, mit denen die Nutzer auf die Seite kamen. Man fand heraus, dass es eine Hauptaufgabe war, herauszufinden, welche Symptome welchen Krankheiten entsprechen und was dann zu tun ist. Also baute man die Seite um solche Tasks herum auf. Logischerweise entstand so eine am Nutzen der Besucher orientierte Webseite.

So wird auch klar, warum man 97% der Seiten einfach offline schalten und sich einen Content Audit sparen kann: Die Webseitenbesucher finden direkt das, was sie suchen und haben keinen Grund zur Beschwerde. Die organisationsinternen Stakeholder schauen sich ihren sinnlosen Content sowieso nie an – und beschweren sich also auch nicht.

Mir gefällt dieser radikal nutzerorientierte Ansatz sehr gut und das Buch von Gerry McGovern kann ich jedem empfehlen, der Webseiten – im weitesten Sinne – erstellt.

Wie finden Sie das?

Bildnachweis:
Wikipedia

TYPO3 Neos Install: Auf Mac OS X Snow Leopard mit MAMP #TYPO3Neos

TYPO3 Neos Install: Ein Erfahrungsbericht

Gestern, also am 10.12.2013, ist TYPO3 Neos offiziell rausgekommen. Bisher habe ich das Thema passiv, aber mit Interesse von der Seite betrachtet. Nachdem jetzt eine „echte“ Version von TYPO3 Neos rausgekommen ist, dachte ich mir, ich installiere das mal auf meinem lokalen System, um damit ein wenig herumzuspielen. Also, los ging es:

TYPO3 Neos Install: Der Start

Auf der Downloadseite von TYPO3 Neos gibt es eine Installationsanleitung. Die ist soweit auch völlig in Ordnung, man muss allerdings ein paar Stolperfallen beachten, die in der Anleitung – natürlich – nicht aufgeführt sind.

Stolperfalle 1:

Im ersten Schritt soll man „composer“ installieren und dazu – auf Mac OS X im Terminal – den Befehl ausführen:

curl -s https://getcomposer.org/installer | php

Und da hat es bei schon das erste Mal gehakt.  Ich bekomme die Meldung:

Some settings on your machine make Composer unable to work properly.

Make sure that you fix the issues listed below and run this script again: The detect_unicode setting must be disabled.

Add the following to the end of your `php.ini`: detect_unicode = Off.

Ein „which php“ zeigt schnell, dass PHP mit dem Standardpfad ausgeführt wird und der ist auf Snow Leopard:

/usr/bin/php

Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten das zu fixen:

Fix 1 – der Quickfix: Einfach an den Konsolenbefehl beim PHP-Teil den MAMP-Pfad angeben:

curl -s https://getcomposer.org/installer | /Applications/MAMP/bin/php/php5.4.10/bin/php (Unbedingt beachten, dass die PHP-Version differieren kann! Dann einfach den Pfad mit der lokalen PHP-Version anpassen)

Fix 2 – der Nachhaltige:

  1. Mit dem Editor der Wahl das .bash_profile öffnen: vim ~/.bash_profile
  2. Dort folgenden Eintrag einfügen: export PATH=/Applications/MAMP/bin/php/php5.4.10/bin/php:$PATH (Unbedingt beachten, dass die PHP-Version differieren kann! Dann einfach den Pfad mit der lokalen PHP-Version anpassen)
  3. Dann ein neues Terminalfenster öffnen, damit die Änderungen aktiv werden.
  4. Wenn man jetzt mit „echo $PATH“ den Pfad abfragt, sollte dort der oben eingetragene Pfad angezeigt werden
  5. Wenn alles passt, kann man den Composer jetzt mit: curl -s https://getcomposer.org/installer | php installieren

Nach der Installation des Composers gibt dieser den Pfad an, in dem er sich installiert hat. Das ist – so vermute ich – standardmäßig das HOME-Verzeichnis des aktuellen Users, bei mir:

/Users/butsch/composer.phar

Diesen Pfad bitte merken, denn den brauchen wir gleich.

 

TYPO3 Neos Install: Schritt 2

Ich gehe davon aus, dass auf dem lokalen System bereits MAMP installiert ist.

Laut Anleitung geht man jetzt in das lokale htdocs-Verzeichnis. Auf dem MAC ist das: /Applications/MAMP/htdocs, also:

cd /Applications/MAMP/htdocs

Laut Doku führt man nun aus:

php /path/to/composer.phar create-project --dev --stability stable typo3/neos-base-distribution TYPO3-Neos-1.0.0

wobei "/path/to/" in meinem Fall "/Users/butsch/" ist, also:
php /Users/butsch/composer.phar create-project --dev --stability stable typo3/neos-base-distribution TYPO3-Neos-1.0.0

Stolperfalle 2:
Und da macht es bei mir das zweite Mal "Rumms!": 
TYPO3 Neos Install - Fehler
Klar. Ich habe lokal kein GIT installiert. Also erstmal das .dmg-File für Snow Leopard auf Google-Code runterladen und installieren.

Nicht, dass es jetzt schon funktionieren würde! Denn zunächst muss man im bash_profile noch den Pfad zu GIT eingeben. Das ist standardmäßig:

/usr/local/git/bin

Also wie folgt vorgehen:
  1. .bash_profile öffnen mit: vim ~/.bash_profile
  2. Und dort eintragen: export PATH=/usr/local/git/bin:$PATH
  3. Speichern und schließen.
  4. Neues Fenster öffnen, damit die Änderungen wirksam werden

Jetzt kann man mit:

php /Users/butsch/composer.phar create-project --dev --stability stable typo3/neos-base-distribution TYPO3-Neos-1.0.0

die Installation starten.

Während der Installation passiert noch etwas Beunruhigendes:

TYPO3 Neos InstallDiese Fehlermeldungen sind wohl normal oder zumindest kein Grund zur Beunruhigung. Dazu gibt es auch ein offizielles Ticket.
Die Installation dauert eine halbe Ewigkeit, also locker 50 Minuten. Jedenfalls auf meinem System.

TYPO3 Neos Install: Schritt 3

Nun muss man noch einen virtuellen Host anlegen auf dem TYPO3 Neos dann läuft. In MAMP ist das easy-peasy.

Dazu geht man auf den „Hosts“-Tab und trägt die entsprechenden Daten ein:

TYPO3 Neos Install

MAMP macht übrigens in der „/etc/hosts“ automatisch den Eintrag: „127.0.0.1 neos.demo“. Man muss also hier nichts mehr machen.

Wichtig: Unbedingt den URL „/Applications/MAMP/htdocs/TYPO3-Neos-1.0.0/Web“ eintragen, sonst kommt ein 404. Ich habe einige  Foreneinträge gesehen, wo manche genau dieses Problem hatten!

Nach einem Neustart des Servers sollte man jetzt in der Lage sein TYPO3 Neos zu starten, indem man auf:

http://neos.demo/setup

geht. Und siehe da, es funktioniert! Offenkundig wird erst einmal gecheckt, ob das lokal System FLOW-fähig ist:

TYPO3 Neos Install

Man kann jetzt den Installationsanleitungen folgen. Viel Spaß!

Content und Commerce Digest 11 – 2013

Content und Commerce DigestDer Content und Commerce Digest für November 2013 hat wieder eine ganze Reihe an Schätzen parat:

  • Bei Content Strategy denken viele automatisch an die Großen: Coca Cola oder Adidas. Dass allerdings guter Content auch und gerade für KMUs wichtig und spannend ist, hat dankenswerterweise Stefan Rosenträger zusammengetragen. Hier gibt es schöne Beispiele von Content Marketing aus dem KMU-Umfeld wie beispielsweise den wunderbaren Maler Deck: Klein Content macht auch erfolgreich.
  • Der E-Commerce Guide der Internet World Business hat ein paar echt interessante Artikel parat, zum Beispiel zum Thema „Behavioral Pricing„.
  • Wie Google+ das Suchmaschinen-Ranking beeinflusst lässt sich bei Search Engine Watch nachlesen.
  • Storytelling (und kein Ende) für Blogger: Ein sehr schöner Vortrag von Christian Riedel:
  • „Content Marketing wird nie funktionieren!“: Schön provokanter Artikel von Mark Higginson auf Travelblather Sehr gut, wenn man sich auch mal kritisch mit dem Thema beschäftigt!
  • Mobile Commerce mit rasantem Wachstum. Info-Grafik auf t3n. Danach wächst mobile Commerce doppelt so schnell wie der reguläre E-Commerce.
  • Sehr interesanter Artikel zu Google+
  • Auf etailment.de gibt es eine Liste von Büchern, die „Sie zu einem besseren Onliner machen“. Mal schauen…
  • Wie wichtig Content Strategy ist, weiß auch IBM. „Ohne Content Strategie funktioniert’s nicht mehr„. Interview von Doris Eichmeier auf PR-Blogger mit Raphaela Fellin, Digital Leader bei IBM.
  • Ich frage mich gelegentlich, ob sich die Juristen mal Gedanken gemacht haben darüber, warum der liebe Gott dem Moses auf dem Berg Sinai 10 Gebote in die Hand drückte und nicht 10 Millionen. In dem Dickicht verliert man ja schnell den Überblick (selbst als Jurist, wie ich vermute). Auf eRecht 24 gibt es einen Überblick über die Neuerungen beim Widerrufsrecht ab 2014.
  • Was von SEO noch übrig ist. Sehr lesenswerter Artikel von Franz Keim.

Bildnachweis:
flickr.com, Tim Bartel, Creative Commons: BY-SA

 

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