Monthly Archives: November 2013

Was Sie von den #Toten #Hosen über Content Marketing lernen können #DTH

Content Marketing Tatsächlich ist mir doch ein Buchautor mit einer Idee zuvorgekommen: „Brand like a Rockstar“ zeigt eine Reihe von Beispielen, wie Rockbands Branding betreiben und dadurch eben zu einer unverwechselbaren Marke werden. Über die Zeit hinweg und gegen alle Strömungen.

Beispiele hierfür sind AC/DC, KISS, U2, The Grateful Dead und viele andere.

Rock star brands spend very little time talking about their actual product. They spend the majority of their time talking about how the brand makes you feel and what benefit it brings to your life.

Eine Deutsche Rockband, deren Newsletter ich empfange, beherrscht das Branding ebenfalls aus dem FF: Die Toten Hosen. Und in Bezug auf Content Marketing kann sich sicherlich der eine oder andere Marketer von dieser Band etwas abgucken.

Auf der Webseite finden sich Inhalte, die jeder Fan und Hoseninteressierte unbedingt lesen will und muss. Vor allem gibt es dort eine ganze Reihe Rubriken wie etwa:

  • „Freunde des Hauses“: Interviews mit anderen Musikern, die in regelmäßigen Abständen publiziert werden.
  • Interviews mit den Bandmitgliedern selbst (zumindest gab es das mal): Hier können Fans fragen stellen und ein Bandmitglied beantwortet die.
  • Es gibt Wallpapers und Kalendervorlagen zum kostenlosen Download

Und ganz nebenbei gibt es hier natürlich auch einen Shop.

Ich würde gerne einmal einen Redaktionsplan der Hosenwebseite sehen. Garantiert ist das alles auf sehr lange Sicht geplant.

In dieser Hinsicht kann man also nicht nur in Bezug auf Branding, sondern auch in Bezug auf zielgruppengerechtes Content Marketing viel von den Rockstars lernen.

Man könnte jetzt einwenden. „Ja, das sind ja Rockstars. Aber im B2B ist alles anders.“. Wer sagt denn, dass Ihre Kunden Sie nicht auch als Rockstars wahrnehmen und Fans von Ihnen werden können? Siehe beispielsweise Apple.

Bildnachweis:
flickr.com, BratwurstMitSenf, Creative Commons: BY-NC-SA

Flat Design – Warum denn nicht gleich so?

„Die Wege des Herrn sind unergründlich“. Die Wege der Evolution aber auch. Und zwar sowohl der biologischen, als auch der kulturellen Evolution.

Als kulturelle Evolution würde ich den Weg bezeichnen, den wir gegangen sind seit der Einführung des Internet. Eines der schlimmsten Verbrechen die je begangen wurden war die Erfindung und Einführung von Macromedia Flash. Für mich fühlte sich Flash auf einer Webseite immer an wie eine Mauer vor die ich gelaufen war. So ging das auch den Suchmaschinen. Aber jeder Kunde wollte so eine Startseite, weil die so „cool“ ist.

Noch heute assoziieren viele Menschen „Flash“ – wie es kurz genannt wird – mit „coolen“ Webseiten.

Nicht, dass grafiklastige HTML-Seiten irgendwie besser gewesen wären!

Ich finde, das Web war viel zu lange in der Hand von Grafikern (nichts gegen Grafiker!). Aber warum geht man denn ins Internet? Weil man coole Layouts sehen will oder weil man Informationen sucht? Interessantes, Provozierendes, Lustiges, Unterhaltsames, was auch immer.

Aus dieser Perspektive habe ich mich schon seit mehr als zehn Jahren gefragt, warum man Webseiten nicht funktional und trotzdem chic entwerfen kann. Ist nicht Deutschland die Wiege des Bauhauses? Und war nicht das Credo von Mies van der Rohe: „Form follows function“?

Und endlich, endlich habe sie es gemerkt. Die Grafiker. Und es ist angekommen: „Flat Design“. Ich begrüße es und frage mich: Warum mussten wir den schweren Weg über Flash gehen, um bei Flat Design anzukommen? Warum?

Aber ich will gar nicht lange lamentieren. Ich bin froh, dass es endlich alle geschnackelt haben!

Flat Design und die Konzentration auf relevanten Content, so sieht die Zukunft des Web aus. Nur in umgekehrter Reihenfolgt:

Erst Content, dann Design. Und das möglichst Flat.

Sei willkommen, Flat Design!

Kleine Content Katastrophen

Zu den Kriterien der Auswahl von „Kleinen Content Katastrophen“ in diesem Blog gehört es nicht, jeden Tippfehler anzuprangern, der einem Autor mal unterlaufen sein mag. Ich hatte schon Bücher von renommierten Verlagen (in der Erstauflage), in denen es von Rechtschreibfehlern wimmelte.

Manchmal aber passiert ein Tippfehler in einem Kontext, in dem er dann absolut zum Brüllen ist. So geschehen in einem aktuellen Beitrag in der Onlineausgabe der Internet World. Und zwar hier.

Es geht dabei um Missverständnisse hinsichtlich Suchlösungen in Onlineshops:

Rechtschreib-Prüfung, automatisches Vorschalgen von Suchbegriffen während der Eingabe und Fuzzy-Suche („Meinten Sie…“) sind für Internet-Nutzer keine besonderen Features mehr.

(Hervorhebung von mir).

Herr Pötzinger, da offenkundig die Rechtschreib-Prüfung versagt hatte: Meinten Sie „Vorschlagen“?

 

 

Kleine Content Katastrophen

Kleine Content KatastrophenHeute ein Beispiel für unkorrigiertes „Übersetzen“ und automatisches Importieren von Daten. Und welche Peinlichkeiten dabei passieren können.

Ich habe ja schon häufiger darauf verwiesen, dass der Import von Daten nicht zwingend gleichbedeutend ist mit dem Import von Content.

Dieses Beispiel findet sich auf Amazon. Ja, Amazon. Nun gut, es ist ein Händler, der auf Amazon verkauft und nicht direkt Amazon. Der Händler hatte es offensichtlich sehr eilig, sein Zeug unter das Volk zu mischen. Es geht um einen Ganzkörperpyjama.

Der ist nämlich

Ideal fur warme Kuscheln am Abend

Der Pyjama ist in

Grosse Auswahl an Farben und erhaltlich

Freundlich wird man darauf hingewiesen, nicht zu vergessen

aus dem Farbfeld und Regenrinnen-Menu wahlen

Auch als altgedienter Webprofi lernt man ja nicht aus. Wusste gar nicht, dass HTML5 auch „Regenrinnen-Menu“-Tags enthält. Gut zu wissen.

Für die eher waschfaule Dame verfügt der Pyjama über ein besonderes Feature:

Wir haben eine Dunstabzugshaube

cool!

oder Rundhals Spielanzug ubersetzt.

sehr gut, sonst hätte ich das Teil auch nicht gekauft!

 

Bildnachweis:
Screenshot von amazon.de

P.S.: Bitte nicht fragen, wie ich auf dieses Beispiel kam.

Content und Commerce Digest – Oktober 2013

Content und Commerce: In dieser Rubrik gibt monatlich die für mich interessantesten Fundstücke aus dem Netz zum Thema Content oder Commerce oder eben: „Content und Commerce“.

  • Amazon Gründer Jeff Bezos über Innovatoren. Was Shopbetreiber von Amazon vor allem lernen können ist die „inkrementelle Innovation“. Damit meint Bezos die permanente Verbesserung auch kleinster Details, beispielsweise das Ändern einer Überschrift. Und natürlich das anschließende Testen. Über die Zeit hinweg haben diese vielen kleinen Änderungen einen gigantischen Einfluss. Hier geht es zum kompletten Interview.
  • Ein sehr schöner Text mit Präsentation auf Slideshare über den Zusammenhang von Content Marketing und Content Strategie.
  • Und schon wieder Amazon. Kein geringerer als der König des E-Commerce gibt „11 Tipps für Fotos die konvertieren„.
  • Interessantes Interview mit Maurits Kaptein über „Persuasion Profiles“ auf etailment.de. Natürlich gilt als Grundlage der Klassiker von Cialdini „Influence„. Kaptein bietet ein System mit dessen Hilfe Nutzeraktionen im Shop registriert und so individuell ermittelte und auf den individuellen Nutzer zugeschnittene Verkaufsverstärker präsentiert werden. Sehr spannend!
  • Wer es noch nicht weiß, kann es hier nachlesen: Bereits 41% der Nutzer sind mobil unterwegs. Und das werden bestimmt nicht weniger. Deshalb sehr wichtig: Responsive Design und adaptive Content.
  • Noch einmal der Unterschied zwischen Content Marketing und Content Strategie: Content Marketing Institute.
  • Sehr interessantes Interview über Content Marketing mit dem PR-Blogger Klaus Eck: „Content Marketing ist das erste Bullshit-Bingo„.
  • Google-Hummingbird und die zunehmende Bedeutung von hochwertigem Content. Gefunden bei infoarchitekt.
  • Das Ende der Homepage: Die „Startseite“ wird in Zukunft an Bedeutung verlieren, da jede Seite ein Einstiegspunkt sein kann, weshalb man allen Seiten und eben nicht nur der Startseite Aufmerksamkeit schenken muss. Hier gefunden.
  • Heinz Wittenbrink hat eine kleine Leseliste zusammengestellt, die das Thema „Content First“ abhandeln. Für jeden Webworker Pflichtlektüre!
  • Wie kognitive Fehler dein SEO schlechter machen“ von Franz Keim. Sehr spannend und lesenswert.
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