Wie Sie automatisch neue und treue Kunden gewinnen (Inbound Marketing)

Inbound Marketing

Jetzt nicht lange überlegen: Wie bekommen Sie Traffic auf Ihren Onlineshop? Ich wette, dass Ihr erster Gedanke irgendwie in Richtung SEO (also Suchmaschinenoptimierung) ging. Das ist nicht ganz verkehrt, aber noch sehr einseitig betrachtet.

Ziele eines Shopbetreibers

Was sich jeder Shopbetreiber wünscht ist doch dies:

  • Mehr qualifizierten Traffic
  • Mehr wiederkehrenden Traffic
  • Höhere Konversionsraten
  • Mehr Verkauf
  • Mehr Treuekunden

Um dies irgendwie zu erreichen gibt es mittlerweile ein ganzes Arsenal von Einzeltaktiken:

  • Suchmaschinenoptimierung
  • Suchmaschinenmarkteting
  • Conversion-Optimierung
  • Social Media (Twitter, Facebook, Instagram, Google+, Pinterest und wie sie alle heißen)
  • Preisstrategien
  • Rabattaktionen
  • Gutscheinaktionen
  • Newsletter-Marketing
  • Autoresponder
  • Seit neuestem auch Content Marketing

und die Fülle all der Maßnahmen, die ich hier noch gar nicht aufgelistet habe.

Alle Taktiken dienen letzten Endes immer dem Ziel, Besucher zu bekommen und diese in Kunden zu konvertieren.

Alle unter einem Dach: Inbound Marketing

Schaut man sich aber die Vielzahl der möglichen Taktiken an, so müsste klar werden, dass es einer strategischen Herangehensweise bedarf, wenn man systematisch und reproduzierbar die anvisierten Ziele (mehr qualifizierten Traffic etc.) erreichen möchte.

Hier kommen wir zum Thema: Inbound Marketing. Schaut man sich den Beitrag auf Wikipedia zu „Inbound Marketing“ an, so verwundert es doch sehr, dass systematisches und strategisches Inbound-Marketing nicht zum Standard im E-Commerce zählt:

Inbound-Marketing (englisch inbound „ankommend“) ist eine Marketing-Methode, die darauf basiert, von Kunden gefunden zu werden.

[…]

Inbound Marketing beinhaltet folgende Teildisziplinen und Instrumente, die im Zusammenspiel funktionieren:

Sie sehen, dass unter dem Dach des Inbound Marketing aus einer Vielzahl von – mehr oder weniger – zusammenhanglosen Einzeltaktiken ein strategisches Ganzes wird.

Content Strategie first!

Voraussetzung dafür ist zunächst, dass Sie Ihre Inhalte strategisch planen. Dazu gehört die Entwicklung einer Content Strategie. Mit der Content Strategie sorgen Sie dafür, dass Sie für Ihre Zielgruppe relevante Inhalte erzeugen – und zwar auf reproduzierbare Art und Weise (wie das genau geht lesen Sie in „Die Content-Revolution im Unternehmen“ von Doris Eichmeier und Klaus Eck). Für Arbeiten an Ihrer Content Strategie wird Ihnen später jeder Dienstleister, ob PR oder SEO, zutiefst dankbar sein. Das spart Zeit und Geld.

Der Inbound Marketing Sales-Funnel

Relevante Inhalte und die Promotion dieser Inhalte über Social Media und via SEO führen auf kurz oder lang zu Traffic. Ein ursprünglicher „Stranger“ wird zum Besucher Ihrer Webseite. Ihr nächstes Ziel ist es nun, diesen Besucher zu einem Lead zu konvertieren, indem Sie wirklich relevante Inhalte zum Download anbieten. Der Deal ist: Deine Email, gegen meine Inhalte. Ab hier können Sie via Email-Marketing oder Autoresponder mit Ihrem Lead in Kontakt bleiben und weitere sinnvolle Inhalte anbieten. Über das Leadmanagement können Sie sehen, wer sich für welche Inhalte wie oft interessiert. Wenn Sie Ihre Inhalte geschickt aufbauen, können Sie irgendwann einen Lead als Kaufinteressenten qualifizieren. Je detaillierter der abgerufene Content ist, desto eher wird aus einem Wissensinteressenten ein Kaufinteressent. Das wäre doch ein idealer Zeitpunkt mit einem Rabatt-Coupon zum Kauf zu animieren.

Der prinzipielle Ablauf wäre also:
Websurfer -> Besucher -> Wissensinteressent -> Kaufinteressent -> Erstkunde -> Stammkunde -> Treuekunde.

Für jede dieser Stufen bieten Sie entsprechende Inhalte an und können umso vertrieblicher werden, je weiter der Kunde im Sales-Trichter nach unten kommt. Diese Prozesse lassen sich mit den richtigen Tools weitestgehend automatisieren. Das schöne an der Arbeit mit Content ist, dass dieser, einmal in den unendlichen, gekrümmten Raum geworfen, auch – und häufig überhaupt erst – nach längerer Zeit seine Wirkung entfaltet.

Inbound Marketing Tools

Um Inbound Marketing im E-Commerce sinnvoll einsetzen zu können, sind übergreifende Tools sinnvoll, die ein Tracking der Leads über verschiedene Kontaktpunkte hinweg möglich machen.

Der Platzhirsch unter den Inbound Marketing Tools ist zweifellos Hubspot. Andere Anbieter sind bspw. Infusionsoft oder Jumplead. Es ist allerdings auch möglich mit WordPress alle Komponenten für Inbound Marketing zu installieren. Das wäre die kostengünstige Variante (welche Komponenten dazu benötigt werden, beschreibe ich in meinem Beitrag hier).

Zusammenfassung

Inbound Marketing ist die systematische und strategische Vereinigung ansonsten einzeln umgesetzter Taktiken, mit der Sie systematisch und vor allem automatisiert und langfristig mehr Traffic und mehr qualifizierte Besucher bekommen. Dazu sind gewisse Tools hilfreich, wenn auch nicht zwingend. Falls Sie der Meinung sind, dass Sie bereits Inbound Marketing betreiben, empfehle ich Ihnen nochmals den Artikel „10 Inbound Marketing Mythen, die Sie über Bord werfen sollten“ von Inken Kuhlmann.

Sie möchten mehr zum Thema Content & E-Commerce erfahren?
Dann empfehle ich Ihnen den Besuch des „Content Commerce SUMMIT“ vom 01.06. bis 03.06.2016 in Leipzig.
Beim SUMMIT geben sich die Top-Experten die Klinke in die Hand, unter anderem haben Sie die Möglichenkeit einen Workshop bei Inken Kuhlmann von Hubspot zu machen. Oder mit Miriam Löffler, der Autorin von „Think Content“.

Bildnachweis:
flickr.com, Squirrly Limited, Creative Commons BY-NC-ND 2.0

Das kann doch nicht so schwer sein

447520068_2edb6c178a_zEine kleine Anekdote aus dem ganz normalen Wahnsinnsalltag einer Webagentur.

Stellen wir uns folgendes vor:

Während eines Hausbaus bespricht der Bauherr mit dem Architekten, wo in welchen Räumen Lichtschalter angebracht werden sollen. Der Architekt nimmt das auf, arbeitet das in die Pläne ein. Entsprechend instruiert sind auch die zuständigen Handwerker, allen voran natürlich der Elektriker.

Am Ende der Arbeiten sind alle Lichtschalter angebracht, die Kabel für die Elektrik in der Wand verlegt und vom Maurer verputzt. Der Maler hat die Wand tapeziert und gestrichen und der Elektriker zu guter Letzt noch die Blenden auf den Lichtschaltern montiert. Der Bauherr schaut sich die Sache an und fragt: “Können Sie diesen Lichtschalter auf die andere Seite der Tür verlegen und die Steckdosen 10cm weiter oben anbringen?”.

Was glauben Sie, was jetzt passiert? Vor dem geistigen Auge der Handwerker läuft folgender Film ab: Der Maurer haut dem Bauherren gleich die Maurerkelle ins Gesicht, der Elektriker legt ihm eine Kabelschlinge um den Hals und der Maler taucht ihn in nicht abwaschbare Farbe.

Real sieht das dann natürlich anders aus: Die Arbeitsstunden, sofern sie durchgeführt werden sollen, werden in Rechnung gestellt. Man stelle sich das Chaos vor: Tapeten abreissen, Mauer aufschlagen, Kabel neu verlegen, neues Loch in die Wand, alte Löcher zuschmieren und was nicht alles. Wenn der Bauherr das wirklich haben will (und vielleicht muss), wird er auch kein Problem damit haben, dass man ihm den Mehraufwand in Rechnung stellt.

Was erzähle ich Ihnen eigentlich? Das Thema lautet: Dinge, die eigentlich sehr einfach aussehen, ziehen manchmal eine Vielzahl einzelner Aktionen nach sich, die zum Teil auch recht komplex sein können. In der Welt der Entwicklung von Webanwendungen kann das Hinzufügen eines Buttons eine immense Auswirkung auf die Anwendung haben. Selbst das Verschieben eines Buttons von einem Punkt auf dem Bildschirm auf einen anderen Punkt kann, unter Umständen, richtig viel Ärger nach sich ziehen.

Das hängt dann ein bisschen davon ab, was der spezielle Button bewirken soll. Für einen Grafiker ist das einfach: Im Photoshop den Button von oben nach unten bewegen. Fertig.

Für den Entwickler ist das vielleicht nicht ganz so einfach.

Wir hatten mal einen Fall, da sollte eine Drop-Down Box für die Sprachauswahl grafisch unterhalb der waagerecht verlaufenden Hauptnavigation sein. Die Navigation war ein Ausklappmenü und über Javascript gesteuert. Nun gab es im IE6 das Problem, dass sich die Ausklappmenüs nicht, wie erwartet und gewünscht, über den Sprachauswahlschalter legten. Vielmehr war die Drop-Down Box immer “on top”. Die ganze Problematik trat nur auf, weil man die Box von einer Ecke in die andere verschoben hatte. Vorher gab es das Problem gar nicht.

Um jetzt wieder auf das Eingangsbeispiel zurück zu kommen: In dem Beispiel mit den Handwerkern ist für jeden offensichtlich, wo der Aufwand ist. In unserem Webbeispiel ist das nur für einen Experten sichtbar. Die ganze Geschichte verursachte locker 5 Stunden Mehraufwand. Weil jemand den Button verschoben haben wollte.

Kunden, die eine scheinbar einfache Änderung haben wollen, wundern sich dann: “Das kann doch nicht so schwer sein!”. Selbst IT-Projektleiter können manchmal nicht nachvollziehen wo das Problem ist.

Das ist auch alles verständlich, denn Webanwendungsentwicklung ist eine nicht ganz unkomplexe Sache. Wofür der Entwickler 5 Stunden gebraucht hat, das kann er Ihnen schlecht in einem Satz veständlich darlegen. Selbst Kollegen, selber Experten, fällt es schwer das auf Anhieb nachzuvollziehen. Echt.

Es wird sogar noch bunter: Je einfacher die Oberfläche, desto höher der technische Aufwand, der dahinter liegt, denn alles, was der Benutzer an der Oberfläche nicht machen muss, muss ja irgendwie automatisiert ablaufen. Das ist auch eine Erklärung dafür, warum sich Benutzer von Software oft über die schwer zu bedienenden Oberflächen beschweren. Vermutlich wollte niemand den Aufwand für eine einfachere Oberfläche bezahlen, also ist die Oberfläche dicht an dem dahinterliegenden Datenmodell orientiert und entsprechend kompliziert.

Google? Kann doch nicht so schwer sein…

Google ist wie immer ein schönes Beispiel: Ein Textfeld in das man Suchbegriffe eingibt, ein Sende-Button, auf den man klickt, um die Suchanfrage abzuschicken. Und dann kommen unten Webseiten, die die gesuchten Begriffe enthalten.
Das kann doch nicht so schwer sein ….

Wenn Sie als Kunde dem Entwicklerteam Ihres Dienstleisters einmal eine Freude machen wollen, handeln Sie doch mal, wie die Dame in der folgenden Anekdote:
Eine mir bekannte Person, die für den Webshop eines großen Konzerns verantwortlich ist, wurde von einer Kundin einmal darauf hingewiesen, dass sie, also die Kundin, sich ja wohl auskenne und das Verschieben eines Buttons ja nun Lulli sei. Mit ihrem Homepagebaukasten wäre das alles kein Problem.
Siiischer.

Die Moral von der Geschicht’

Einfache Änderungen können großen Aufwand verursachen. Im Gegensatz zur realen Welt, ist das in der Softwareentwicklung leider nicht immer direkt erkennbar, manchmal selbst für Experten nicht. Wenn Ihnen also Ihr Dienstleister dereinst eine ordentliche Rechnung für eine scheinbar einfache Sache schickt, dann möchte er Sie nicht über den Tisch ziehen, sondern nur den Mehraufwand gedeckelt haben. Wie der Maurer, der Elektriker, der Maler auch.

Achso: Und achten Sie darauf, dass Sie sich zeitig ducken, wenn die Kelle geflogen kommt …

Content Strategie und der „Commander’s Intent“

 

Commander's IntentDie tollste Strategie ist vollkommen wertlos, wenn sie nicht umgesetzt wird. Da verbringen Unternehmen ganze Tage in Strategie-Workshops und am Ende wird davon nichts umgesetzt.

Das gilt auch für Content Strategie. Deshalb ist es so wichtig, was Klaus Eck einmal sagte: Content Strategie ist Chefsache.

Die Frage lautet also: Wie kann die Strategie und die sich daraus ergebenden Maßnahmen im Unternehmen umgesetzt werden?

Beim Militär gibt es eine Vorgehensweise, die sich „Commander’s Intent“ nennt – also die Absicht des Befehlshabers. Diese Vorgehensweise beruht auf der Erkenntnis, dass der beste Schlachtplan die ersten fünf Minuten Feindkontakt nicht überlebt. Es gibt einfach zuviele unbekannte Faktoren, die eine Rolle spielen: Die feindlichen Truppen verhalten sich anders, als man gedacht hat. Das Wetter schlägt um und es regnet, oder es ist zu trocken. Der Feind hat Waffen, die man nicht auf dem Plan hatte. Was auch immer. Wie kann es also gelingen in einer solchen Situation trotzdem eine erfolgreiche Aktion durchzuführen?

Ganz einfach: Indem jeder Teilnehmer nicht alle Details des Schlachtplans kennt, sondern das Ziel dieser Operation. Bspw. ein bestimmtes Gebiet zu räumen oder was auch immer. Diese Absicht muss jedem einzelnen Mitstreiter bekannt sein. Jedem wird also der „Commander’s Intent“, die Absicht der Operation, mitgeteilt und dafür Sorge getragen, dass auch jeder davon Kenntnis hat. In dem Augenblick, in dem also unerwartete Ereignisse eintreten und alles im heillosen Chaos ist, kann der einzelne Akteur spontan Entscheidungen treffen, die dem übergeordneten Ziel dienlich ist.

Folgt man Kristina Halvorson, so beinhaltet eine Content Strategie auch eine „Core Strategy„.

Eine Core Strategy ist eine Art visionärer Anker, eine Art Leuchttum, der unabhängig von aktuellen Situationen oder Taktiken als eine Art Filter fungiert, der vorgibt, welcher Content wie publiziert wird. Alles, was nicht in diesen Filter passt, bzw. nicht in die Richtung des Leuchturms führt, wird gnadenlos aussortiert.

Das hätte den riesigen Vorteil, dass, ist eine Content Strategie erst einmal entwickelt und implementiert, die Umsetzer dieser Strategie jederzeit das Richtige tun und sich dabei selbst kontrollieren können.

Die „Core Strategy“ ist also der „Commander’s Intent“. Allen, die an der Umsetzung der Content Strategie beteiligt sind, muss also diese Core Strategy vermittelt werden. Damit sorgt man also dafür, dass die Strategie zumindest von der groben Richtung her umgesetzt wird, wenn auch nicht in jedem Detail. Vielleicht kommen dann die einen oder anderen beteiligten ja sogar auf die Idee notwendige Prozesse selbst zu implementieren.

Die Umsetzung, Messung und Steuerung der Content Strategie wird übrigens Babak Zand beim Content-Commerce SUMMIT im Juni darlegen. Und dabei spielt auch der „Commander’s Intent“ eine Rolle. Auch, wenn Babak ihn nicht so nennt ….

Bildnachweis:
flickr.com, Defence Images, Creative Commons: BY-NC 2.0

Sinnloses PHP für Fortgeschrittene

phpTechnische oder gar code-zentrierte Posts sind eigentlich gar nicht Thema des Blogs. Ich selbst schreibe seit Jahren kaum noch Code. Ich hatte davon irgendwann einfach die Nase voll.

Kürzlich fielen mir beim Aufräumen aber die Codes aus einem älteren Projekt in die Hände, in dem wir damals einen externen Dienstleister mit eingebunden hatten. Als ich die Codes wieder sah musste ich ordentlich ablachen, obwohl mir damals nicht so zumute war. Eine Geschichte, die zeigt, was passiert wenn man etwas besonders gut machen will. Wie sagte doch Kurt Tucholsky: „Das Gegenteil von ‚gut‘ ist ‚gut gemeint'“.

Informatik ist ein tolles Fach und ganz gewiss lernt man an der Uni in Bezug auf die Entwicklung von Software eine ganze Menge nützlicher Dinge. Dazu mag eine Heuristik gehören, die man so umschreiben kann: Coderedundanzen sind zu vermeiden. Und wann immer man innerhalb einer Klasse mehrfach die selbe Funktionalität ausführt, sind diese in eigene Methoden auszulagern.

Vielleicht kennen Sie den Roman “Der brave Soldat Schweijk” von Jaroslav Hašek. Schweijk hat die Angewohnheit die Befehle seiner Dienstherren genau zu befolgen (was allerdings nicht ausdrücklich befohlen ist, macht er auch nicht). Dadurch bringt er seine Vorgesetzten mitunter zur Weissglut.

Ähnlich genau (und verständnislos) befolgte offenkundig ein Entwickler (und Informatikstudent) die Tipps seiner Professoren als er den folgenden, wunderbaren PHP-Code entwarf. Es fand sich dort nämlich die folgende Zeile:

$this->isNotEmpty($string);

“$string” steht hier für eine beliebige Variable. Die Methode “isNotEmpty()” sah folgendermaßen aus:

function isNotEmpty($string) {
return !empty($string);
}

“empty()” ist eine gängige PHP-Funktion. Hier schoss der Autor, dem braven Soldaten Schweijk gleich, über das Ziel hinaus. Er wollte es richtiger machen als richtig.

Aber man kann es noch richtigerer machen!

Hier mein Vorschlag:

$this->isReallyNotEmpty($string);

Und dann:

function isReallyNotEmpty($string) {
return $this->isNotEmpty($string);
}

Das kann man ad infinitum so treiben. Denn die Welt befindet sich auf dem Rücken einer Schildkröte. Und die Schildkröte, befindet sich auf dem Rücken einer anderen Schildkröte, die sich wiederum auf dem Rücken usw. ….

Bildnachweis:
flickr.com, James Cridland, Creative Commons BY 2.0

Ein bisschen Spaß muss sein

Also über diesen niedlichen Kauz lache ich mir schon seit Tagen einen Ast.

Wie man auf die Idee kommt, dem „possierlichen kleinen Kerl“ (Bernhard Grzimek) ein „HEY“ rüber zu synchronisieren, weiß ich nicht. Ist aber absolut brilliant und ebenso brilliant umgesetzt. Viel Spaß!

Content Strategie und digitale Transformation

Digitale Transformation

In einem Video-Beitrag auf kassenzone.de ging es kürzlich um das vielbesungene Thema „digitale Transformation“. Alexander Graf vertritt darin die Ansicht, dass es eine Schritt für Schritt Digitalisierung nicht geben kann.

Was aber bedeutet „digitale Transformation“ und was hat das mit Content Strategie zu tun? (Kleiner Tipp: MS-Word zu verwenden hat nichts – in Worten: nichts – mit digitaler Transformation zu tun).

Die 3 Bedeutungen von „digitale Transformation“

Je nachdem, wen man man fragt, kann „digitale Transformation“ eine oder mehrere der folgenden Bedeutungen haben:

  1. das Unternehmen verwaltet seine Inhalte so, dass diese in unterschiedliche Ausgabemedien publiziert werden können
  2. der Umbau von Organisations-Prozessen innerhalb des Unternehmens, so dass diese „digitalkonform“ werden
  3. die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle, bzw. die Transformation alter Geschäftsmodelle in „digitalkonforme“ Geschäftsmodelle

Um den Punkt 3 geht es vor allem in dem Beitrag auf kassenzone.de. Jeden einzelnen dieser Punkte umzusetzen ist für sich genommen schon eine Herausforderung.

Meiner Ansicht nach gehören  im E-Commerce alle 3 Punkte zwingend zum Gesamtkomplex „digitale Transformation“. Da jeder Punkt für sich einzeln umsetzbar ist, muss ich dem Alex hier widersprechen. Eine Schritt für Schritt-Umsetzung ist durchaus möglich. Der schwierigste Teil dabei dürfte der dritte Punkt sein.

Im Folgenden lege ich einmal dar, was das ganze mit Content Strategie zu tun hat. Das wird den einen oder anderen sicherlich erstaunen. Ist aber so.

Content Strategie und die digitale Transformation

Content Strategie ist die Planung und Erzeugung von nützlichen und nutzbaren Inhalten und zwar auf eine reproduzierbare Art und Weise.

Eine solche Content Strategie hat 3 Dimensionen:

  1. eine inhaltliche Dimension
  2. eine organisatorische Dimension
  3. eine strukturell-technische Dimension

Der Punkt 1 ist derjenige mit dem sich 90% aller Beiträge zum Thema Content Strategie befassen. Es geht dabei um Fragen wie:

  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Welche Inhaltsformen braucht meine Zielgruppe?
  • Welche Fragen hat die Zielgruppe?
  • yadda, yadda, yadda

Das sind die elementaren Fragen mit denen sich auseinandersetzen muss, wer passende Inhalte für eine bestimmte Gruppe von Menschen erzeugen möchte (das sind übrigens auch die elementaren Fragen, mit denen sich auseinandersetzen muss, wer ein E-Commerce Geschäftsmodell mit relevantem USP haben möchte. Tja Leute, es hängt alles zusammen).

Darüber hinaus aber sind die beiden anderen Dimensionen von ebenso entscheidender Bedeutung und leisten einen entscheidenden Beitrag zur „digitalen Transformation“.

Die Herausforderung, mit der Unternehmen konfrontiert sind, ist, dass sich die Umweltbedingungen für Unternehmen bezüglich ihrer Inhalte rasant verändern. Die Zahl der Endgeräte und Plattformen wird stetig größer und irgendwie müssen die Unternehmensinhalte dort verfügbar sein (ich gehe auf die Thematik genau in diesem Artikel ein). Dwight Cribb spricht in dem Beitrag auf Kassenzone von „intelligenter Verwaltung von Daten“. Niemand hat das besser ausgedrückt als Karen McGrane:

„You might look here at the whole ‘desktop computer and smartphones and tablets’ and kind of go ‘Well, you know, that’s already a pain in the ass to deal with.’. But the problem here is it’s not going to stop. […] There will be some new device, some new platform, some new communication technology. And whatever that is, we’re going to have to find a way to publish to it. We’re going to have to find a way that we can get our content onto it“ .

Und genau hier kommt eine Content Strategie ins Spiel, die Lösungen für die medienvariable Speicherung von Inhalten erarbeitet. Stichwort: Content-Modellierung. Ansätze wie „Product Information Management“ sind nicht falsch, setzen aber nur an einer spezifischen Form von Inhalten – nämlich Produktinformationen – an. Und greifen deshalb zu kurz. Denn außer Produktinformationen gibt es ja auch noch andere Inhalte – von Marketingbroschüren über Handbücher bis interne Handbücher für Arbeitsprozesse.

Für die Produktion und Verwaltung von Inhalten gehören in der neuen digitalen Welt auch Anpassungen der Organisationsprozesse. Auch diese werden durch eine Content Strategie erfasst und angepasst.

Eine der größten Hürden bei der digitalen Transformation dürften dabei unternehmensinterne Strukturen und die Verteidigung von Pfründen und Kompetenzen sowie die Mentalstrukturen der einzelnen Stakeholder sein. Content Strategen können davon ein Lied singen. Wer mag, kann sich ja den netten Vortrag von Kerry-Anne Gilowey bei der Content Strategy Forum Conference anschauen.

Wer also über die digitale Transformation spricht, kommt am Thema Content Strategie nicht vorbei.

Und jetzt der werbliche Teil: Im Juni veranstalte ich die weltweit erste Konferenz zum Thema „Content-Commerce“, nämlich den „Content-Commerce Summit„.

Hier wird Karen McGrane – Content Strategy Superstar aus den USA – Shopbetreibern einen ganztägigen Workshop zum Thema Content-Modellierung verpassen. Wer seine Inhalte wirklich zukunftsfähig haben möchte, sollte beim Workshop und beim Summit unbedingt dabei sein.

P.S.: Im Video vorne links, erste Reihe, der mit dem weissen Hemd und der Glatze: Das bin ich!

Bildnachweis:
flickr.com, Bryan Mathers, Creative Commons: BY-ND 2.0 – no changes made

 

Kleine Content Katastrophen

Das klassische SEM kann einem zuweilen gehörig auf den Zeiger gehen, oder – je nach Betrachtungswinkel – auch viel Freude bereiten.

Wenn man mittels einer internen Google-Suchmaschine auf einer Webseite, die ich hier nicht nenne, eine Suche startet, erhält man im Kopf der Ergebnisliste entsprechende Ad-Sense anzeigen.

Die cleveren Suchmaschinen Marketer nehmen vermutlich jedes verfügbare Keyword und packen das als Platzhalter in ihre Ad-Sense Anzeigen, in der Hoffnung, jemand möge klicken. Das ist zwar vollkommener Blödsinn, denn so erhält man vielleicht Klicks, aber keine Conversion, hindert aber niemanden daran es zu tun.

Auf besagter Seite suchte ich nach dem Stichwort „Faszien“.

„Faszien“ ist das Bindegewebe, das im menschlichen Körper Knochen, Muskeln und Organe verbindet und zusammenhält.

Und was zeigen mir die Ad-Sense Anzeigen?

restpostenDa verkaufen welche Restposten an Faszien. Ist das jetzt illegaler Organhandel, oder was?

Herr Staatsanwalt, übernehmen Sie …

 

Kleine Content Katastrophen

Und heute wieder aus der Reihe „Kleine Content Katastrophen“ ein Beispiel für eine Freud’sche Fehlleistung.

Da versucht jemand eine Web-Agentur zu verkaufen. Im Ausschreibungstext steht:

bereut

Wer weiß, welche Troublemaker-Kunden die Agentur hat. Und die Inhaber haben einfach keinen Bock mehr darauf. Ach, wenn das Unterbewusstsein doch nicht immer solche Streiche spielen würde…

Siggi, übernehmen Sie!

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